Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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Herr Chicot! rief Margarethe erſtaunt aus indem ſie zu dem Seſ⸗ trat.

Zu den Füßen Ew. Maj., entgegnete Chicot,Ew. Maj., die immer gütig und ſchoͤn und immer Koͤnigin iſt in Neraec wie im Louver.

Es iſt ein Wunder Euch ſo weit entfernt von Paris zu ſehen.

Verzeihet, Madame, denn der arme Chicot iſt nicht ſelbſt auf den Gedanken gekommen dieſes Wunder zu ver⸗

richten.

Das glaube ich wohl. Ihr waret todt, wie man ſagte. Ich verſteckte mich.

Was wuͤnſchet Ihr von uns, Herr Chicot? Wäre ich

ſo gläcklich, daß man ſich der Konigin von Navarra in

Frankreich erinnerte?

Ach, Madame, ſagte Chicot lächelnd,beruhiget Euch, bei uns vergißt man die Königinnen nicht, wenn ſie in Euerem Alter ſtehen und Euere Schoͤnheit beſitzen.

Man iſt alſo in Paris noch immer galant?

Der Koͤnig von Frankreich, ſetzte Chicot hinzu ohne auf die letztere Frage zu antworten,ſchreibt darber ſelbſt an den Koͤnig von Navarra.

Margarethe erröthete.

Er ſchreibt? fragte ſie.

Ja, Madame. Und Ihr habt den Brief uͤberbracht?

Ueberbracht nicht; aus Gruͤnden, welche der Koͤnig von Navarra Euch mittheilen wird, aber auswendig ge

lernt und aus dem Gedächtniß hergeſagt.

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