Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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dwie Drittes Kapitel. Die Allee der dreitauſend Schritte.

Die Koͤnigin bewohnte den andern Flügel des Schloſſes,

daß der ſo ziemlich eben ſo eingerichtet war wie jener, welchen hlen Chicot eben verlaſſen hatte. ndt Auf dieſer Seite hoͤrte man immer Muſik, ſah man im⸗ das mer Federbuͤſche umhergehen. Die beruͤhmte Allee der dreitauſend Schritte, von wel⸗ der cher ſo oft die Rede geweſen war, begann unter den Fen⸗

ſtern Margarethens und ihr Blick fiel immer nur auf an⸗ genehme Gegenſtände, auf Blumenbeete, gruͤne Lauben und ame dergl. Es war als wollte die arme Koͤnigin durch den An⸗ blick angenehmer und freundlicher Gegenſtäͤnde die vielen traurigen Gedanken verſcheuchen, welche ſie beſtuͤrmten.

ſagt Ein Dichter aus Perigord Margarethe war in der luch Provinz wie in Paris immer der Stern der Dichter hatte

ein Sonnett darauf gedichtet. Sie will, ſagte er, alle ihre ew traurigen Gedanken vertreiben indem ſie Garniſon in ihren

Kopf legt.

Margarethe, am Fuße des Thrones geboren, Tochter, Schweſter und Gemahlin eines Koͤnigs, hatte wirklich viel gelitten. Ihre Philoſophie war aber minder ſolid als die

iſch des Konigs von Navarra, weil ſie nur auf dem Studium beruhete, während die des Konigs aus dem eigenen Her⸗

zen kam. zu So hatte Margarethe, obwohl ſie Philoſophin war oder ng vielmehr ſein wollte, von der Zeit und den Sorgen bereits die

ausdrucksvollen Spuren auf ihrem Geſichte einpräͤgen laſſen.