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man hier von Liebe, von Ausdauer und von meinem Bru⸗ der Karl IX.“
„Ich verneine das nicht,“ antwortete Chicot;„die la⸗ teiniſche iſt eine ſo ſchone Sprache, daß alles dies in einer einzigen Redensart liegen kann.“
„Fahret fort,“ ſagte der Konig und Chicot fuhr fort.
Der Bearner hörte mit demſelben Gleichmuthe alle Stellen an, in welchen von ſeiner Gemahlin und Turenne die Rede war, bei dem letztern Namen aber fragte er:
„Bedeutet nicht Turennius Turenne?“
„Ich glaube es, Sire.“
„Und Margota wird wohl der Liebkoſungsname ſein, den meine Bruͤder Karl IX. und Heinrich III. ihrer Schwe⸗ ſter, meiner geliebten Gemahlin Magarethe, gaben?“
„Ich ſehe darin nichts Unmogliches,“ antwortete Chi⸗ cot, der dann den Brief vollends bis zu Ende herſagte, ohne daß der Ausdruck im Geſichte des Konigs ſich einmal änderte.
„Nun, iſt es zu Ende?“ fragte Heinrich.
„Ja, Site.“
„Nun, es muß ſehr ſchön ſein.“
„Nicht wahr, Sire?“
„Wie Schade, daß ich nur die beiden Worte Turennius und Margota verſtanden habe!“
„Und dieſem Ungluͤcke iſt nicht abzuhelfen, Sire, wenn Ew. Maj. ſich nicht etwa entſchließen will, den Brief von einem Gelehrten uberſetzen zu laſſen.“
„Nein, nein,“ fiel Heinrich lebhaft ein;„Ihr ſelbſt, Herr Chicot, der Ihr bei Euerer Geſandtſchaft ſo vorſichtig zu Werke gegangen ſeid und das Original des Briefes ver⸗
Die Fuͤnfundvierzig. U. 3


