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nicht erzaͤhlen zu wollen, Herr Chicot. Beſchreibet mir alles ausfuͤhrlich; es intereſſirt mich lebhaft.“
„Ew. Maj. iſt ſehr gůtig.“
„Nur etwas beunruhiget mich.“
„Was?“
„Wenn der Brief füͤr den Herrn Mayenne vernichtet iſt, ſo iſt er auch für mich vernichtet; wie kann ich alſo erfah⸗ ren, was mein guter Bruder Heinrich ſchreibt, da ſein Brief nicht mehr eriſtirt?“
Verzeihet, Sire; er eriſtirt in meinem Gedächtniſſe.“
„Wie ſo?“
„Ehe ich ihn zerriß, habe ich ihn auswendig gelernt.“
„Eine vortreffliche Idee, Herr Chicot. Daran erkenne ich den Geiſt des Landsmanns. Ihr braucht ihn mir alſo nur herzuſagen, nicht wahr?“
„Sehr gern, Sire.“
„So wie er war, ohne daran zu ändern?“
„Ohne eine einzige falſche Deutung.“
„Wie verſteht Ihr das?“
„Ich meine, ich werde ihn Euch getreu vorſagen; ob⸗ gleich ich die Sprache nicht verſtehe, habe ich doch ein gutes Gedäͤchtniß.“
„Welche Sprache?“
„Die lateiniſche.“
„Ich verſtehe Euch nicht,“ ſagte Heinrich, der ſeine hellen Augen auf Chicot richtete.„Ihr redet von der la⸗ teiniſchen Sprache, von dem Briefe?“
„Allerdings.“


