Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

Wie Modeſtus Gorenflot den Koͤnig ſegnete als derſelb in dem Jacobinerkloſter vorͤberkam.

Ernauton verließ Bel-Esbat mit ziem ich ſchwerem Herzen aber mit ruhigem Gewiſſen; er hatte das merk⸗ wuͤrdige Gluͤck gehabt, einer Prinzeſſin ſeine Liebe zu ge⸗ ſtehen und durch die wichtige Unterredung, welche zugleich darauf gefolgt war ſein Geſtändniß ſo weit in Vergeſſen⸗ heit zu bringen, daß es fuͤr jetzt keinen Nachtheil brachte und in Zukunft wohl Fruͤchte tragen mußte.

Noch nicht genug. Er hatte auch das Gluͤck gehabt, weder den Koͤnig, noch den Herzog von Mayenne, noch ſich ſelbſt zu verrathen.

Er war alſo zufrieden, aber er wuͤnſchte noch Vieles, darunter namentlich eine ſchnelle Ankunft in Vincennes, um dem Koͤnige Bericht erſtatten zu konnen, dann ſich nie⸗ derlegen und nachzudenken. Das Nachdenken iſt ja das hochſte Gluͤck thaͤtiger Leute, die alleinige Ruhe, die ſie ſich geſtatten.

Auch hatte Ernauton das Thor von Bel-Esbat kaum hinter ſich als er ſein Pferd in Galopp ſetzte und kaum war ſein Pferd, das er ſeit einigen Tagen ſo ſehr erprobt hatte, einige hundert Schritte gegangen, als es ſich ploͤtzlich von einem Gegenſtande aufgehalten ſah, das ſeine noch von dem Lichte in Bel-Esbat geblendeten und an das Dunkel noch nicht gewoͤhnten Augen nicht hatten bemerken können.

Es war eine Schaar von Reitern, die von beiden Sei⸗ ten der Straße her nach der Mitte draͤngten, ihn umringten