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Wahrheit wäre. Ich will Euern harten Ausdruck uberſehen, Madame und vergeſſe durchaus alles Zäͤrtliche und Liebe⸗ volle, was ich Euch geſagt habe, da Ihr mir ſo wenig ge⸗ neigt ſeid. Aber ich will das Haus nicht mit den Beſchul⸗ digungen verlaſſen, die Ihr auf mich gehaͤuft habt. Ich habe wirklich einen Brief des Herrn Herzogs von Mayenne an die Frau Herzogin von Montpenſier zu ubergeben und hier iſt der Brief, von ſeiner Hand geſchrieben und an die Herzogin gerichtet.“
Ernauton hielt der Dame den Brief hin, aber ohne ihn los zu laſſen.
Die Unbekannte ſah den Brief an und rief aus:
„Seine Hand! Blut!“
Ohne darauf zu antworten, ſteckte Ernauton den Brief wieder ein, verbeugte ſich zum letzten Male mit ſeiner ge⸗ woͤhnlichen Artigkeit und ging bleich und betrubt nach der Thuͤr zu.
Diesmal ging man ihm nach und faßte ihn wie Joſeph am Mantel.
„Was beliebt, Madame?“ fragte er.
„Aus Barmherzigkeit, verzeihet, Herr 1“ rief die Dame aus;„verzeiht. Iſt dem Herzog ein Unfall zuge⸗ ſtoßen?“
„Ob ich verzeihe oder nicht, Madame„„ſagte Ernau⸗ ton,„iſt gleichgiltig in Bezug auf den Brief, da Ihr nur um Verzeihung bittet, um ihn zu leſen und nur die Frau Herzogin ihn leſen wird.“
„Unſeliger Unglücklicher,“ rief da die Herzogin in ma⸗ jeſtätiſchem Zorne aus,„erkennſt Du mich nicht oder er⸗


