Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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nicht natuͤrlich, daß die Frau Herzogin von Montpenſier Antheil an dem Schickſale Salckdes, an dem was er ſagen wurde, an ſeinen wahren oder falſchen Ausſagen nahm, welche das ganze Haus Lothringen gefaͤhrden konnten? Und wenn dies naturlich war, war es weniger natuͤrlich, daß die Fürſtin einer ſichern und vertrauten Perſon Auftrag gab, der Hinrichtung beizuwohnen und ſich mit eigenen Augen von den geringſten Einzelnheiten der Sache zu uber⸗ zeugen? Dieſe Perſon war ich, die Vertraute ihrer Hoheit. Und glaubt Ihr, daß ich nach Paris gelangen konnte da alle Thore geſchloſſen waren? Glaubt Ihr, daß ich in Frauenkleidung auf den Greveplatz gehen konnte? Glaubt Ihr endlich, daß ich, da Ihr nun meine Stellung bei der Herzogin kennt, bei den Leiden des ungluͤcklichen und ſeiner Neigung, Aufklärungen zu geben, gleichgiltig bleiben konnte?

Ihr habt vollkommen Recht, Madame, ſagte Er⸗ nauton mit einer Verbeugung,und ich bewundere wahr⸗ haftig Euern Geiſt, wie ich eben Euere Schonheit be⸗ wunderte.

Ich danke, Herr. Und nun, da wir einander kennen und Alles zwiſchen uns aufgeklärt iſt, gebt mir den Brief, wenn Ihr wirklich einen Brief habt und einen ſolchen nicht blos vorſchutztet.

Das iſt nicht moͤglich, Madame.

Die Unbekannte bemühete ſich, nicht heftig zu werden.

Nicht moglich? wiederholte ſie.

Nein, nicht moͤglich, denn ich habe dem Herrn von