Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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Aber nein, der Herr ritt im Galopp davon, nachdem er ein Ach! ausgeſtoßen hatte, von dem ich in meinem Trag⸗ ſeſſel erbebte.

Ich mußte mich entfernen, Madame.

Wegen Eueren Bedenklichkeiten?

Nein, Madame, wegen meiner Pflicht.

Ach geht, ſagte die Dame laͤchelnd,ich ſehe daß Ihr ein kaltverſtaͤndiger und vorſichtiger Verliebter ſeid und beſonders furchtet, Euch zu gefährden.

Wenn Ihr mir gewiſſe Beſorgniſſe eingefloͤßt haͤttet, Madame, antwortete Ernauton,wuͤrde nichts Verwun⸗ derliches darin liegen. Iſt es denn etwas Gewoͤhnliches, daß eine Dame Herrnkleidung anlegt, mit Liſt und Gewalt durch die Thore dringt und einen Ungluͤcklichen auf dem Greveplatze hinrichten ſieht und zwar mit vielen mehr als unverſtaͤndlichen Geberden?

Die Dame erblaßte leicht und dann verbarg ſich, ſo zu ſagen, ihre Bläſſe unter einem Laͤcheln. Ernauton fuhr fort:

Iſt es etwas Natuͤrliches, daß dieſe Dame nach die⸗ ſem ſeltſamen Vergnuͤgen verhaftet zu werden fuͤrchtet und wie eine Diebin entflieht, da ſie doch in dem Dienſte der Frau Herzogin von Montpenſier, einer Dame ſteht, die maͤchtig iſt, obwohl ſie mit dem Hofe in Spannung lebt?

Diesmal lächelte die Dame wiederum, aber mit ſicht⸗ barer Ironie.

Ihr beſitzet eben keinen großen Scharfſinn, obgleich Ihr ein guter Beobachter ſein wollet, ſagte ſie,denn bei nur einiger Klugheit wuͤrde Euch alles, was Euch dun⸗ kel ſcheint, ſofort deutlich geworden ſein. War es zuerſt