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„Ja, Madame,“ ſagte Ernauton;„ich weiß nicht ob ich Euch jemals wieder ſehen werde und die Gelegenheit iſt zu koſtbar als daß ich ſie mir entgehen laſſen ſollte.“
„Ich verſtehe.“
„Ihr verſteht, Madame, daß ich Euch liebe und das iſt wirklich leicht zu errathen.“
„Nun, ich errathe, wie Ihr hierher gekommen ſeid.“
„Verzeiht, Madame,“ ſagte Ernauton,„jetzt ver⸗ ſtehe ich Euch nicht.“
„Ich meine, daß Ihr mich wieder zu ſehen wuͤnſchtet und einen Vorwand ſuchtet, um hierher zu kommen.“
„Ich, Madame, einen Vorwand? Ihr beurtheilt mich falſch; ich wußte nicht, daß ich Euch wieder ſehen ſollte und erwartete alles nur vom Zufalle, der mich bereits zweimal Euch entgegengeführt hat; aber einen Vorwand ſuchen? Niemals. Ich denke nicht wie die Andern.“
„Ah Ihr ſagt, Ihr wäret verliebt und wollt Bedenk⸗ lichkeiten uͤber die Art haben, die Perſon wieder zu ſehen, welche Ihr liebt? Das iſt ſehr ſchoͤn,“ ſagte die Dame mit einem gewiſſen ſpottenden Stolze.„Ich ahnete es, daß Ihr Bedenklichkeiten haͤttet.“
„Und woraus, Madame?“ fragte Ernauton.
„Ihr begegnetet mir kurzlich als ich in meinem Trag⸗ ſeſſel ſaß; Ihr erkanntet mich und folgtet mir doch nicht.“
„Seht Euch vor, Madame,“ ſagte Ernauton,„Ihr geſtehet, daß Ihr auf mich geachtet habt.“
„Ein ſchoͤnes Geſtaͤndniß! Haben wir einander nicht unter Umſtänden geſehen, die mir wohl erlauben aus mei⸗ nem Tragſeſſel heraus zu ſehen, wenn Ihr voruber geht?


