Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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Ich antworte darauf nicht entgegnete Ernauton mit einer Verbeugung.

Haltet es mit den mundlichen Mittheilungen wie Ihr wollt.

Ich habe keine muͤndliche Mittheilung zu machen, Madame; mein Auftrag beſteht in nichts weiter als einen Brief Sr. Hoheit abzugeben.

Und dieſer Brief? fragte die unbekannte Dame, indem ſie die Hand ausſtreckte.

Dieſer Brief? wiederholte Ernauton.

Uebergebt ihn mir.

Madame, antwortete Ernauton,ich glaube bereits die Ehre gehabt zu haben Euch zu ſagen, daß der Brief fuͤr die Frau Herzogin von Montpenſier beſtimmt iſt.

Wenn die Herzogin abweſend iſt, entgegnete die Dame ungeduldig,ſo vertrete ich ſie hier und Ihr koͤnnt alſo..

Ich kann nicht.

Ihr mißtrauet mir?

Ich ſollte es, Madame, ſagte der junge Mann mit einem Blicke, deſſen Ausdruck nicht zu verkennen war,

aber trotz Euerem geheimnißvollen Benehmen habt Ihr nts ich geſtehe es, andere Gefuͤhle eingefloͤßt als die, von denen Ihr ſprecht.

Wirklich? entgegnete die Dame, unter dem glühen⸗ den Blicke Ernautons ein wenig errothend.

Ernauton verbeugte ſich.

Gebt wohl Acht, Herr Bote, ſagte ſie laͤchelnd, Ihr macht mir da eine Liebeserklaͤrung.