Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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Pagen als ſeine Unbekannte im Tragſeſſel in dieſer dritten Verwandlung erkannte.

Ihr! ſagte die Dame ihrerſeits, indem ſie ihre Ar⸗ beit fallen ließ und Ernauton anſah. Dann winkte ſie dem Diener und ſagte:

Geht!

Ihr gehort zu dem Hauſe der Frau Herzogin von Montpenſier, Madame? fragte Ernauton verwundert.

Ja, antwortete die Unbekannte;aber wie geht es zu, daß Ihr ein Schreiben vom Herrnv. Mayenne bringt?

In Folge einer Reihe von umſtaͤnden, die ich nicht vorherſehen konnte und die zu erzählen zu weit fuͤhren wurde ſagte Ernauton mit großer Vorſicht.

O, Ihrſeid verſchwiegen fuhr die Dame lͤchelnd fort.

Jedesmal, wenn es nöthig iſt, ja, Madame.

Jetzt aber ſehe ich keinen Grund zu ſo großer Verſchwie⸗ genheit fuhr die Unbekannte fort,denn wenn Ihr wirklich eine Botſchaft von dem Manne bringt, den Ihr nanntet.

Ernauton machte eine Bewegung.

Wir wollen uns nicht erzurnen. Wenn Ihr wirklich eine Botſchaft von dem Manne bringt, den Ihr nanntet, ſo iſt die Sache intereſſant genug, daß Ihr mir dieſelbe in Erinnerung an unſere wenn auch nur kurze Bekanntſchaft mittheilet.

Die Dame legte in die letztern Worte die ganze ver⸗ füͤhreriſche Anmuth, welche eine ſchone Frau einer Bitte geben kann.

Madame, antwortete Ernauton,Ihr koͤnnt mich nicht veranlaſſen das zu ſagen, was ich nicht weiß.

Und noch weniger das, was Ihr nicht ſagen wollet.