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Tafelgenoſſen nicht recht traut. Nach einigen Minuten aber verſchlang Gorenflot, während Chicot den Beobachter ſpielte.
Man begann mit Rheinwein und ging dann zum Bur⸗ gunder von 1550 uͤber, verſuchte den Saint Perch und kam endlich zu dem geſchenkten Weine aus Sicilien.
„Was meint Ihr dazu?“ fragte Gorenflot, nachdem er dreimal gekoſtet hatte, ohne eine Anſicht äußern zu wollen.
„Reich, aber leicht“ ſagte Chicot,„und wie heißt die Dame?“
„Ich kenne ſie nicht.“
„Ihr kennt ihren Namen nicht?“
„Nein, wir unterhandeln mittelſt Geſandter.“
Chicot machte eine Pauſe, in welcher er ſanft die Au⸗ gen ſchloß als wolle er den Schluck Wein recht koſten, den er im Munde hatte, eigentlich aber dachte er nach.
„Alſo“ ſagte er nach funf Minuten,„habe ich die Ehre einem Feldherrn gegenuber zu ſpeiſen?“
„Mein Gott, ja.“
„Ihr ſeufzet dazu?“
„Es iſt ſehr ermuͤdend.“
„Allerdings, aber auch ehrenvoll und ſchoͤn.“
Prächtig, aber es herrſcht keine Ruhe und Stille mehr und vorgeſtern mußte ich beim Abendeſſen ein Gericht abziehen.“
„Ein Gericht abziehen? Warum?“
„Weil mehrere meiner beſten Soldaten die Kuͤhnheit hatten und behaupteten, das Muß von Burgundertrauben,


