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Zwanzig Jahre nachher. 11.-14. Bändchen
Entstehung
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Der Bettler hatte Friquet Wort gehalten und ihn zu ſeinem Erben gemacht.

Oh! Mutter Nanette, rief Friquet athemlos, oh! Mutter Nanette!

Er konnte nicht mehr ſagen; aber die Kraft, die ihm fehlte, um zu ſprechen, blieb ihm, um zu han⸗ deln. Er nahm einen verzweiflungsvollen Lauf nach der Straße, und wie der Grieche von Marathon, der auf dem Platze von Athen ſeinen Lorbeerkranz in der Hand niederſiel, gelangte Friquet auf die Schwelle des Rathes Broufſel, ſtürzte vorwärts und ſtreute auf dem Boden die Louisd'or aus, die ſich aus ſeinem Sacke ergoſſen.

Die Mutter Nanette fing damit an, daß ſie die Louisd'or aufhob, und hob dann auch Friquet auf.

Während dieſer Zeit gelangte der Zug in das Palais⸗Royal.

Das iſt ein kapferer Mann, meine Mutter, die⸗ ſer Herr d'Artagnan, ſagte der junge König.

Ja, mein Sohn, und er hat Euerem Vater große Dienſte geleiſtet. Behandelt ihn alſo in Zu⸗ kunft auf eine freundliche Weiſe.

Herr Kapitän, ſprach der König aus dem Wa⸗ gen ſteigend zu d'Artagnan,die Frau Königin beauf⸗ tragt mich, Euch für heute zum Mittagsbrod einzu⸗ laden, Euch und Eueren Freund, den Herrn Baron Du Vallon.

Es war dies eine große Ehre für d'Artagnan und für Porthos. Sie erfüllte Porthos auch mit Entzücken; aber während der ganzen Dauer des Mahes ſchien der würdige Edelmann äußerſt unruhig.

Was hattet Ihr denn, Baron? ſagte d'Artagnan zu ihm, als ſie mit einander die Treppe des Palais⸗ Royal hinabſtiegen;Ihr kamet mir garz ſorgenvoll während des Mahles vor.

Ich ſuchte mich zu erinnern, wo ich den Bettler geſehen, den ich getödtet haben muß, antwortete Porthos.