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„Ja.“— 2
„Wozu? Ich unterzeichne ven Vertrag morgen.“
„Ich glaube Euere Majeftät etwas verſichern zu dürfen: unterzeichnet Euere Majeſtät die Beiſtimmung heute nicht, ſo wird ſie ſpäter nicht mehr Zeit finden, ſie zu unterzeichnen. Wohſt alſo unten an dieſes, wie Ihr ſeht, ganz von der Hand von Mazarin geſchrie⸗ bene Programm die Worte ſetzen:
„Ich willige in die Ratiſication des von den Pariſern vorgeſchlagenen Vertrags.““
Anna war gefangen; ſie konnte nicht zurückwei⸗ chen und unterzeichnete. Aber kaum hatte ſie unter⸗ zeichnet, als der Stolz wie ein Sturm in ihr los⸗ brach und ſie zu weinen anfing.
D'Artagnan ſchauerte, als er dieſe Thränen ſah. Von jener Zeit an weinten die Königinnen, wie ein⸗ fache Frauen.
Der Gascogner ſchüttelte den Kopf. Dieſe kö⸗ niglichen Thränen ſchienen ihn auf dem Herzen zu brennen.
„Madame,“ ſagte er niederknieend,„ſchaut den unglücklichen Edelmann an, der zu Euern Füßen liegt; er bittet Euch, zu glauben, daß ihm auf eine Geberde von Euch Alles möglich wäre. Er hat Zutrauen zu ſich ſelbft, er hat Zutrauen zu ſeinen Freunden, und der Beweis, daß er nichts fürchtet, daß er auf nichts ſpeculirt, ſoll varin liegen, daß er Euerer Majeſtät Herrn von Mazarin ohne Bedingungen zurückbringt. Nehmt, Madame, hier find die heiligen Unterſchriften Euerer Majeftät; glaubt Ihr mir ſie zurückgeben zu müſſen, ſo werdet Ihr es thun. Von dieſem Augen⸗ blick an aber machen ſie Euch zu nichts mehr verbindlich.“
Und immer noch auf den Knieen gab d'Artagnan mit einem von Stolz und männlicher Unerſchrockenheit flammenden Blicke Anna von Oeſterreich in Maſſe die Pap ere zurück, die er ihr eines nach dem andern mit ſo viel Mühe entriſſen haite.
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