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gnan, worauf man einen ſeltſamen Ausvruck von Rüh⸗ rung leſen konnte.
„Warum habt Ihr Alles dies nicht geſagt, ehe Ihr handeltet?“ entgegnete ſie.
„Weil wir Euerer Majeſtät etwas zu beweiſen hatten, woran ſie zu zweifeln ſchien: daß wir näm⸗ lich noch etwas Muth beſitzen, und daß es billig iſt, uns einigen Werth beizumeſſen.“
„Und dieſer Muth würde vor Nichts zurückweichen, wie ich ſehe?“ erwiederte Anna von Oeſterreich.
„Er iſt in vergangenen Zeiten vor Nichts zurück⸗ gewichen, warum ſollte er dieß in der Zukunft thun?“
„Und dieſer Muth würde im Falle einer Wei⸗ gerung und folglich im Falle eines Kampfes ſogar mich aus der Mitte meines Hofes entführen, um mich der Fronde auszuliefern, wie Ihr meinen Miniſter ausliefern wollt?“
„Wir haben nie hieran gedacht, Madame,“ er⸗ wiederte d'Artagnan mit der gascogniſchen Prahlerei, die bei ihm nur Naivetät war;„hätten wir es aber unter uns Vieren beſchloſſen, ſo würden wir es auch ſicherlich thun.“
„Ich ſollte es wiſſen,“ murmelte Anna von Oefter⸗ reich;„es find eherne Männer.“
„Ah! Madame,“ ſprach d'Artagnan,„das beweiſt mir, daß Euere Majeſtät nicht erſt ſeit heute einen richtigen Begriff von uns hat.“
„Gut,“ ſagte Anna,„aber wenn ich dieſen Begriff endlich habe?„
„Euere Majeſtät wird uns Gerechtigkeit wider⸗ fahren laſſen. Indem ſie uns Gerechtigkeit widerfah⸗ ren läßt, wird ſie uns nicht behandeln wie gewöhn⸗ liche Menſchen. Sie wird in mir einen würdigen Botſchafter hoher Intereſſen erblicken, der beauftragt iſt, mit Euch zu unterhandeln.“
„Wo iſt der Vertrag?“
„Hier.“


