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Ich mache mich groß, weil ich mich auf die Höhe der Ereigniſſe und Perſonen ſtellen muß. Glaubt mir aber, Madame, ſo wahr ein Herz in dieſer Bruſt ſchlägt, Ihr ſeid das beſtändige Jdol unſeres Lebens geweſen, das wir, wie Ihr wohl wißt, zwanzig Mal für Eure Majeſtät gewagt haben. Sprecht, Madame, wird Euere Majeſtät nicht Mitleid mit ihren Dienern haben, welche ſeit zwanzig Jahren im Schatten vege⸗ tirten, ohne in einem einzigen Seufzer die heiligen, feierlichen Geheimniſſe entſchlüpfen zu laſſen, die ſie mit Euch zu theilen das Glück hatten? Schaut mich an, mich, der zu Euch ſpricht, mich, den Ihr anklagt, daß er die Stimme erhebe und einen drohenden Ton an⸗ nehme. Was bin ich? ein armer Offizier ohne Ver⸗ mögen, ohne Schutz, ohne Zukunft, wenn der Blick meiner Königin, den ich ſo lange geſucht habe, nicht einen Augenblick auf mir weilt. Schaut den Herrn Grafen de la Fere an, dieſes Muſterbild des Avels, dieſe Blume der Ritterſchaft: er hat gegen ſeine Köni⸗ gin Partei genommen, oder vielmehr nein, er hat Partei gegen ihren Miniſter ergriffen, und er macht keine Forderungen, wie ich glaube. Schaut Herrn Du Vallon an, dieſen treuen Freund, dieſen ſtählernen Arm: ſeit zwanzig Jahren erwartet er aus Euerem Munde ein Wort, das durch ein Wappen aus ihm machen ſoll, was er durch das Gemüth und die Tapfer⸗ keit längſt iſt. Seht endlich Euer Volk an, das wohl Etwas für eine Königin iſt; Euer Volk, das Euch liebt, und dennoch leidet; das Ihr liebt, und das den⸗ noch Hunger hat; das nichts Anderes verlangt, als Euch zu ſegnen und Euch dennoch Nein, ich habe Unrecht; Euer Volk wird Euch nie fluchen, Madame. Sagt ein Wort, und Alles iſt abgethan. Der Friede folgt auf den Krieg, die Freude auf die Thränen, das Glück auf das Ungemach.“
Anna von Oefterreich betrachtete mit einem ge⸗
wiſſen Erſtaunen das martialiſche Geſicht von dArta⸗
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