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„Wohl, ſo werde ich mich begnügen, Euch verhaf⸗ ten zu laſſen.“
„Ebenſo wenig, Madame, venn für den Fall mel⸗ ner Verhaftung iſt vorhergeſehen, wie für die Be⸗ freiung des Cardinals. Wenn ich morgen zu einer beſtimmten Stunde nicht zurückgekehrt bin, ſo wird Herr Cardinal übermorgen früh nach Paris ge⸗ ührt.“
„Man ſieht wohl, mein Herr, daß Ihr in Folge Euerer Lage fern von den Menſchen und Dingen lebt, ſonſt würdet Ihr wiſſen, daß der Herr Cardinal fünf oder ſechsmal in Paris geweſen iſt, ſeitdem wir die Hauptſtadt verlaſſen haben, daß er Herrn von Beaufort, Herrn von Bouillon, den Herrn Coadjutor, Herrn von Elbveuf geſehen hat, und daß es Keinem
in den Sinn kam, ihn verhaften zu laſſen.“
„Verzeiht, Madame, ich weiß Alles dies; unſere Freunde werden den Herrn Cardinal auch weder zu Herrn von Beaufort, noch zu Herrn von Bouillon, noch zu dem Herrn Coabjutor, noch zu Herrn von Elboeuf bringen, in Betracht, daß dieſe Herren den Krieg für eigene Rechnung führen und der Herr Cardinal, wenn er ihnen bewilligte, was ſie verlangen, leichten Kauf hätte, ſondern zum Parlament, das man allerdings im Einzelnen erkaufen kann, welches aber in Maſſe zu ſelbſt Herr von Mazarin nicht reich ge⸗ nug iſt.“
„Ich glaube,„ ſagte Anna von Oeſterreich, auf d»Artagnan einen Blick heftend, der, geringſchätzend bei einer Frau, bei einer Königin furchtbar wurde,„ich glaube, Ihr bedroht die Mutter Eures Königs!“
„Madame, ich drohe, weil man mich dazu nöthigt.
Zwanzig Jahre nachher. w. 20


