„Nachrichten von Herrn von Mazarin bringen und zwar die allerneuſten.“
„Was iſt denn mit ihm geſchehen?“
„Er befindet ſich wie Ihr und ich.“
„Es iſt ihm alſo nichts Unangenehmes witder⸗ fahren?“
„Durchaus nichts. Er hat nur das Bedürſniß gefühlt, einen kleinen Ausflug in der Umgegend von Paris zu machen, und uns, den Herrn Grafen de la Fère, Herrn Du Vallon und mich, gebeten, ihn zu begleiten. Wir find geſtern Abend abgereiſt, und nun bin ich hier.“
„Ihr ſeid hier?“
„Seine Eminenz hatte Ihrer Majeſtät etwas ſagen zu laſſen, etwas Geheimes; der Cardtnal batte eine Sen⸗ dung, die nur mir als einem ſichern Manne anver⸗ traut werden konnte, und ſo ſchickte er mich nach Saint⸗ Germain. Wenn Ihr Euerem Gebieter etwas Ange⸗ nehmes erweiſen wollt, mein lieber Herr Bernouin, ſo habt die Güte, Ihrer Majeſtät meine Ankunft und den Zweck derſelben zu melden.“
Mochte er nun im Ernſte ſprechen, mochte ſeine Rede nur ein Scherz ſein, ſo erſchien es roch klar, daß d'Artagnan unter den gegenwärtigen Umſtänden der einzige Menſch war, der Anna von Oefterreich von ihrer Unruhe befreten konnte; Bernouin machte daher keine Schwierigkeiten, ſie von dieſer ſeltſamen Botſchaft in Kenntniß zu ſetzen, und die Königin gab ihm, wie er dies vorhergeſehen hatte, Befehl, Herrn d'Artagnan ſogleich einzuführen.
D'rtagnan näherte ſich ſeiner Fürſtin mit allen Zeichen der tiefſten Ehrfurcht. Bis auf drei Schritte vor ſie gelangt, ſetzte er ein Knie auf die Erde und überreichte ihr den Brief.
Es war, wie geſagt, ein einfaches Schreiben, halb zur Einführung, halb zur Beglaubigung. Die Königin las dasſelbe, erkannte vollkommen die Handſchriſt des
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