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hatten, da dieſe Gefangenen mit ihm verſchwunden waren, und er lief deshalb nach Saint⸗Germain, um die Königin von dieſem Verſchwinden zu benachrich⸗ tigen.
Anna von Oeſterreich empfahl ihm Stillſchweigen,
und Bernouin beobachtete dieſes gewiſſenhaft; ſie ließ nur den Herren Prinzen kommen, dem ſie Alles ſagte, und der Herr Prinz ſchickte ſogleich fünf⸗ bis ſechs⸗ hundert Reiter in das Feld, mit dem Befehle, die ganze Umgegend zu durchſuchen und jede verdächtige Truppe, die ſich von Rueil entfernen würde, in wei⸗ cher Richtung es auch ſein möchte, nach Saint⸗Germain zurückzubringen. Da nun dArtagnan keine Truppe bildete, inſofern er allein war, da er ſich nicht von Rueil entfernte, da er endlich nach Saint⸗Germain ritt, ſo gab Nie⸗ mand auf ihn Achtung, und es wurde ſomit ſeiner Reiſe kein Hinderniß in den Weg gelegt.
Als er in den Hof des alten Schloſſes gelangte, war die erſte Perſon, welche unſer Botſchafter erblickte, Meiſter Bernouin, der auf der Schwelle ſtehend Kunde von ſeinem verſchwundenen Herrn erwartete⸗
Bei dem Anblicke von d'Artagnan, welcher zu Pferd in dem Ehrenhof erſchien, rieb ſich Bernouin die Augen, denn er glaubte ſich zu täuſchen. Aber d'Artagnan machte ihm mit dem Kopfe ein kleines freundſchaftliches Zeichen, ſtieg ab, warf den Zügel ſeines Pferdes einem vorübergehenden Lackeien zu und king, ein Lächeln auf den Lippen, zu dem Kammer⸗ iener.
„Herr dArtagnan!“ rief dieſer, wie ein Menſch, auf dem der Alp fitzt und der im Schlafe ſpricht; „Herr d'Artagnan!“
„Er ſelbſt, Herr Bernouin.“
„Und was wollt Ihr hier machen, gnädiger Herr?“


