dem von der Hand des Nachrichters geglättetem Stiele.
Als Karl ſich dem Tiſche gegenüber befand, blieb er ſtehen, wandte ſich um und ſagte lächelnd:
„Ah! ah! das Beil! ein geiſtreicher Popanz und ganz würdig der Menſchen, welche nicht wiſſen, was ein Edelmann iſt; Du machſt mir nicht bange, Henkers⸗ beil,“ fügte er bei und ſchlug darauf mit dem dünnen, biegſamen Rohre, das er in der Hand hielt,„und ich ſchlage Dich, in chriſtlicher Geduld wartend, bis Du es mir zurückgibſt.“
Mit königlicher Verachtung die Achſeln zuckend ſetzte er ſodann ſeinen Weg fort und ließ in gewalti⸗ gem Erſtaunen diejenigen hinter ſich, welche ſich in Maſſe um den Tiſch gedrängt hatten, um das Geſicht
des Königs zu ſehen, wenn er dieſes Beil erblicken
würde, welches ſeinen Kopf von ſeinem Leibe tren⸗ nen ſollte.
„In der That, Parry,“ fuhr der König weiter
ſchreitend fort,„alle dieſe Leute halten mich, Gott ver⸗ zeihe mir, für einen Baumwollenhändler und nicht für einen König, der daran gewöhnt iſt, Eiſen glän⸗ zen zu ſehen: glauben ſie denn, ich ſei nicht ſo viel werth als ein Schlächter?“
Als er dieſe Worte ſprach, gelangte er zu der Thüre; es hatte ſich eine Volksmaſſe herbeigedrängt, welche, da ſie keinen Platz auf den Tribunen fand, wenigſtens das Ende des Schauſpiels genießen wollte, deſſen intereſſanteſter Theil ihr entgangen war. Dieſe zahlloſe Menge, in deren Reihen man drohende Ge⸗ fichter erblickte, entriß dem König einen leichten Seufzer.
„Wie viele Menſchen,“ dachte er,„und nicht ein ergebener Freund!“
Als er aber dieſe Worte der Entmuthigung und des Zweifels in ſeinem Innern ſprach, antwortete eine Stimme in ſeiner Nähe:
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