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Zwanzig Jahre nachher. 11.-14. Bändchen
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benachrichtigen. Dieſe Antwort hatte einige Fragen über die Gefangennehmung des Königs zur Folge; Athos gab jedoch die Umſtände ſo genau und ſo be⸗ ſtimmt an, daß, wenn die Thorwächter einen Verdacht gehabt hätten, derſelbe völlig verſchwunden ſein müßte.

Der Durchgang wurde alſo den vier Freunden mit

allen Arten puritaniſcher Glückwünſche geöffnet.

Athos hatte die Wahrheit geſagt: er ritt gerade auf Bedford's Tavern zu und gab ſich dem Wirth zu erkennen, der ſo ſehr erfreut wat, ihn in ſo zahl⸗ reicher und ſo ſchöner Geſellſchaft wiederzuſehen, daß ies ſeine beſten Zimmer in Bereitſchaft ſetzen

.

Obgleich es noch nicht Tag war, ſo hatten die vier Freunde doch die ganze Stadt in größter Bewegung gefunden. Das Gerücht, daß ſich der König, von dem Oberſten Harriſon geführt, der Hauptſtadt nähere, hatte ſich ſchon am Abend verbreitet und Viele waren noch nicht zu Bette gegangen, aus Furcht, der Stuart, wie ſie ihn nannten, würde bei Nacht ankommen, und ſie könnten ſeinen Einzug verfehlen.

Der Plan, die Kleider zu wechſeln, war, wie man ſich erinnert, abgeſehen von dem kleinen Wiber⸗ ſpruche von Porthos, allgemein angenommen worden. Man beſchäftigte ſich alſo damit, denſelben in Aus⸗ führung zu bringen. Der Wirth ließ ſich Kleider von allen Sorten bringen, als wollte er ſeine Garderobe neu ausſtatten. Athos nahm ein ſchwarzes Kleid, das ihm das Ausſehen eines ehrbaren Bürgers verlieh; Aramis, der ſich nicht vom Schwerte trennen wollte, wählte ein dunkelgrünes Kleid von militäriſchem Schnitte; Porthos ließ ſich durch ein rothes Wamms und grüne Hoſen verführen; d'Artagnan, deſſen Farbe zum Voraus beſtimmt war, hatte ſich nur noch um die Nuance zu bekümmern und ſtellte unter dem ka⸗ ſtanienbraunen Rocke, den er ſich ausſuchte, ziemlich

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