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dieſer Vorſichtsmaßregeln können wir, glaube ich, ziem⸗ lich ruhig bleiben.“
„Ihr vergeßt eine Vorſicht, Aramis, und zwar eine wichtige.“
„Welche 2“
„Wir müſſen die Kleider wechſeln.“
Bah!“ ſprach Porthos,„warum vie Kleiber wech⸗ ſeln? wir find ganz bequem in dieſen.“ 3
„Um nicht erkannt zu werden,“ verſetzte d'Artag⸗ nan.„Unſer re Kleider haben einen Sc hnitt und beinahe eine gleichmäßige Farbe, wodurch fich der Franchman beim erſten Blicke verräth. Es iſt mir aber nicht ſo viel an dem Schnitte meines Wammſes und an der Farbe meiner Beinkleider geleſen, daß ich ihnen zu Liebe mich der Gefahr ausſetzen ſollte, in Tyburn gehängt zu werven oder eine Reiſe nach Indien zu machen. Ich will mir ein kaſtanienbraunes Kleid kaufen, denn ich habe geſehen, voß alle die Dummköpfe von Puri⸗ tanern dieſe Farbe wahnfinnig lieben.“
„Aher werdet Ihr Eueren Mann wiederfinden?“ ſagte Aramis.
„Oh! gewiß er wohnte Green⸗Hall⸗Street, Bed⸗ ford's Tavern; überdies gehe ich mit geſchloſſenen Au⸗ gen in die Cité.“
„Ich wollte, wir wären ſchon vort,“ verſetzte d'Artagnan,„und meiner Meinung nach wäre es das Beſte, wenn wir London vor Tag erreichten, und ſoll⸗ ten wir auch unſere Pferde zu Tode reiten.“
„Vorwärts!“ rief Athos,„denn wenn mich meine Berechnung nicht täuſcht, find wir höchftens acht bis zehn Stunden davon entfernt.“
Die Freunde gaben ihren Pferden die Sporen und ka⸗ men wirklich gegen fünf UhrMorgens nach London. Bei dem Thore hielt man ſie an und Athos antwortete in vortrofflichem Engliſch, ſie wären von dem Oberſten Harrtſon abgeſchickt, um ſeinen Collegen, Herrn Pridge, von ver nahe bevorſtehenden Ankunſt des Königs zu


