d liß
her der aübung
Mar⸗
e Leroi
3 1 nich t nicht meiner ommen er Euch
——,—
„Hm, man vergißt das, wenn man in anderer Weiſe Entſchädi⸗ gung findet“, erwiderte der Edelmann achſelzuckend.
„Jenun, ich habe keine ſchlechten Geſchäfte gemacht“, ſagte das Weib ironiſch,„aber das kümmert Niemand. Was wollen Sie bei mir?“
Der Marquis ſtrich mit der Hand über die Stirne, als ob er ſeine Gedanken ſammeln wolle.
„Vielleicht erinnert Ihr Euch, daß Ihr einmal mir die Zukunft enthüllt habt“, antwortete er,„ich hielt das damals für Blödſinn, aber ich kann doch die Prophezeihung nicht vergeſſen. Ihr ſagtet, der Dolch eines Mörders werde mich im ſchönſten Augenblick meines Lebens treffen, das iſt mir noch immer unverſtändlich.“
„Und dennoch iſt es deutlich“, erwiderte die Wahrſagerin,„ich finde nichts Dunkles in dieſen Worten.“
„Aber, wie könnt Ihr es wiſſen, was in der Zukunft geſchehen wird?“
„Wenn Sie an meiner Kunſt zweifeln, weshalb haben Sie ſich ihrer bedient?“
„Es war eine Thorheit.“
„Vielleicht, aber zu welchen Thorheiten führt die Neugier nicht?“
„Und Eure Kunſt iſt Charlatanerie! Wenn Ihr wißt, was in der Zukunft geſchieht, ſo mußtet Ihr auch von dem beabſichtigten Raub Kenntniß haben.“
„Kann ein Arzt ſich ſelbſt helfen?“
„Das iſt ein ſchlechter Vergleich.“
„Keineswegs, mein eigenes Geſchick kann ich nicht ergründen.“
„So behauptet Ihr noch immer, jene Prophezeihung ſtütze ſich auf Wahrheit?“
„Gewiß.“
Der Marquis lächelte ſpöttiſch, er glaubte nicht daran, er hatte dieſes Thema nur deshalb gewählt, um einen Vorwand für ſeinen Beſuch zu haben.
„Und welchen Augenblick haltet Ihr für den glücklichſten meines Lebens?“ fragte er.
Die ſtechenden Augen der Alten ruhten durchdringend auf ihm, ſie ſchienen in die geheimſten Falten der Seele eindringen zu wollen.
„Es gibt zwei Augenblicke, welche für Sie das höchſte Glück ent⸗ halten“, erwiderte ſie langſam.„Der erſte, wenn Marie Reimann


