Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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1913

Es wäre ein entſetzliches Mittel, ſagte er,aber auch ich glaube, daß es kein anderes gibt, die Republik zu erhalten. Man ſagt, Thiers werde an die Spitze der Regierung treten, ich traue ihm nicht, er hat zu oft ſchon ſeine Farbe gewechſelt, uns zu oft betrogen, als daß man ihm Vertrauen ſchenken könnte. Und dann auch fürchte ich, daß wir unterliegen werden. Die Provinzen ſind nicht für die Re⸗ publik, ſie wollen den Frieden, und die Soldaten der Regierung wer⸗ den nicht zu uns übergehen.

Bah, haben wir nicht die Nationalgarde? Haben wir nicht Ge⸗ ſchütze, Waffen und Munition?

Und wenn wir dennoch unterliegen?

Dann fliegt Paris in die Luft, entgegnete Dorman, in deſſen Augen es jäh aufblitzte.Krieg den Paläſten, Friede den Hütten! Die Paläſte müſſen dem Erdboden gleich gemacht werden, dieſe Mo⸗ numente unſerer Knechtſchaft und Schande dürfen nicht ſtehen bleiben.

Das ſind entſetzliche Pläne, ſagte Louiſon, fieberhaft erregt. Wehe der Hand, welche die Fackel des Bürgerkriegs in die vom Un⸗ glück ſo ſchwer heimgeſuchte Stadt ſchleudert!

Erneſt ſchüttelte mißbilligend das Haupt.

Es läuft doch Alles nur darauf hinaus, daß der Einzelne ſich bereichern will, verſetzte er.Mord und Plünderung wird die Lo⸗ ſung heißen, ich kann nicht glauben, daß die Anhänger der Commune es ehrlich meinen.

Wir werden ſehen, erwiderte Dorman, über deſſen markirtes Geſicht ein boshafter Zug glitt,die Commune allein kann Frank⸗ reich retten. Und wir werden ſiegen, die Regierung iſt feige, ſie kann ſich zu keinem kühnen Entſchluſſe aufraffen.

In dieſem Augenblicke wurde die Thüre geöffnet, Paul, der ſpurlos Verſchollene, ſtand auf der Schwelle.

Nit einem Freudenſchrei eilte Louiſon in ſeine Arme, indeß Erneſt und Dorman den ſtarren Blick auf ihn gerichtet hielten, als ſei plötz⸗ lich vor ihnen ein Geſpenſt aus dem Boden aufgeſtiegen.

Paul beſchäftigte ſich nur mit der Geliebten, ſeine Arme hielten ſie feſt umſchlungen, ein unnennbar ſüßes Gefühl durchſtrömte Beide, welches ſie Alles vergeſſen ließ.

Er iſt es wirklich, brach Erneſt endlich das Schweigen, indem er auf den Freund zuſchritt,nur ein Wunder kann ihn gerettet haben.

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