Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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Ich werde helfen, ſagte der Marquis,nicht dieſen allein, auch Ihnen, Madame! Ich werde Ihnen beweiſen, daß ich Ihnen nichts weiter ſein will, als ein theilnehmender Freund.

Er hatte ſich ſchon der Thüre genähert, noch einmal traf ſein Blick die Gruppe, das freudige Aufleuchten in den Augen der Mutter dankte ihm ſchon jetzt für ſein edelmüthiges Vorhaben.

Die Züge der ſchönen Frau waren milder geworden, ſie hatten den feindlichen Ausdruck verloren.

Da, eben als der Edelmann im Begriff ſtand, die Thüre zu öff⸗ nen, erſchütterte ein furchtbarer Schlag das ganze Haus, eine betäu⸗ bende Detonation folgte, der Marquis wurde gegen die Wand ge ſchleudert und brach bewußtlos zuſammen.

Als er nach mehreren Minuten aus der Betäubung erwachte, bot ſich ihm ein erſchütternder Anblick.

(Eine Granate hatte eingeſchlagen, eine Wand und den Fußboden zertrümmert, den Schutt und Trümmer bedeckten.

Und unter dieſem Schutt lagen die Leichen der Mutter und ihrer Kinder, es war eine grauenhafte Gruppe, von der der Edelmann ſich entſetzt abwandte.

Der Kopf der Frau war zerſchmettert, ein Eiſenſplitter hatte auch das Kind getödtet, welches die Arme der Mutter umſchlungen hiel⸗ ten, das andere Kind lag unter den Trümmern der eingeſtürzten Mauer. Nicht weit davon entfernt lag Frau von Briſſac leblos auf dem Boden, der Marquis eilte zu ihr und überzeugte ſich bald, daß ſie unverletzt war. Sie lebte noch, auch ſie hatte die Luft nur betäubt.

Rathlos ſtand er eine Weile vor ihr, was ſollte er thun? Hier durfte er ſie nicht laſſen, es war ja ſehr wahrſcheinlich, daß der erſten Granate die zweite folgte.

Raſch entſchloſſen hob der Marquis die Ohnmächtige empor, er nahm ſie auf ſeine Arme wie ein Kind und ſchritt mit ihr hinaus.

Wenn er ſie jetzt in ſein Haus brachte, ſo mußte ſie ihm danken far die Rettung ihres Lebens, und that ſie es heute nicht, ſo that ſie es doch morgen, wenn ein Glas Wein und kräftige Nahrung die Lebensgeiſter wieder geweckt hatten.

Noch immer herrſchte draußen auf den Boulevards eine gewaltige Aufregung, noch immer erwartete man Siegesnachrichten von draußen, die ſchon zu lange auf ſich warten ließen.

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