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Dienſte bei einem Hoſpital anbieten, die Kranken und Verwundeten pflegen, um dem Hungertode zu entgehen. Auf dieſem Wege begeg⸗ nete ihr Frau Bouhon, die eben eine Ration Brod für ſich und ihre Kinder geholt hatte. Die Amme erkannte die junge, in Trauer ge⸗ kleidete Frau, deren bleiches, abgehärmtes Geſicht ihr die ganze Lei⸗ densgeſchichte erzählte, ſie rieth ihr von ihrem Vorhaben ab, nicht allein der Gefahren und des anſtrengenden Dienſtes wegen, ſondern auch deshalb, weil in den Lazarethen keine Krankenwärterinnen mehr angenommen würden. Frau von Briſſac mochte nicht in ihr ver⸗ wüſtetes Palais zurückkohren, ſie begleitete Frau Bouhon in deren Wohnung.“
„Und nun nagen ſie alle am Hungertuche!“ ſagte der Marquis, der langſam auf⸗ und abwandelte.„Iſt es nicht ſo?“
„Allerdings, Frau von Briſſac beſitzt noch einige Schmuckſachen, die Margot Bouhon verkauft hat, aber der Erlös iſt nicht der Rede werth.“:
„Und wer hat Ihnen das Alles mitgetheilt?“
„Frau Bouhon ſelbſt, ich war mit ihrem Manne befreundet, ſo⸗ bald ich erfuhr, daß ſie Frau von Briſſac aufgenommen hatte, ging ich zu ihr.“
„Sahen Sie ſelbſt die Dame?“
„Nein, ich dachte, es ſei beſſer, wenn ich Argwohn zu vermeiden ſuche.“
Der Marquis nickte und zog ſeine Börſe, er legte einige Gold⸗ ſtücke in die Hand des Mannes.
„Ich bin mit Ihnen zufrieden“, ſagte er,„wenn ich Ihrer Dienſte wieder bedarf, werde ich es Ihnen mittheilen.“
„Sehr wohl, vielleicht dürfte das bald der Fall ſein.“
„Inwiefern.“
„Man ſpricht davon, daß man heute die Commune proclamiren will, wenn unſere Burſchen abermals zurückgeſchlagen werden.“
„Ah, bah, das ſind Redensarten!“
„Nein, nein, man will Mazas ſtürmen, Flourens befreien und ſich des Stadthauſes bemächtigen.“
„Dieſe Thoren!“ fuhr der Marquis auf.„Können ſie es nicht abwarten? Sie werden Alles verderben. Wenn die Ragierung jetzt geſtürzt wird, werden die Deutſchen Paris beſetzen“
„Ha, die beſitzende Klaſſe ſähe das ſehr gerne, und eben deshalb


