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„Natürlich.“
„Derſelbe, für den Du meinem Bruder den doppelten Werth zahlen wollteſt?“
„Ja, derſelbe!“
„Dann erſcheint mir ſeine Großmuth um ſo auffallender.“
„Gib mir den Ring, Cora.“
„Das würde meinen Bruder beleidigen!“
„Ah, bah—
„Nein Henry, ich darf es nicht.“
Der flammende Blick des Marquis heftete ſich durchdringend auf das heitere Geſicht Cora's.
„Ich vermuthe, es iſt eine abgekartete Geſchichte“, ſagte er ſcharf, „Wie ſollte Dorman dazu kommen, Dir den Ring zu ſchenken, da er doch weiß, daß ich ihm eine hohe Summe dafür zahlen will?“
„Das eben iſt das Seltſame“, erwiderte Cora lächelnd.„Ich weiß es nicht, wenn ich mit meinem Bruder zuſammen käme, würde ich ihn jedenfalls darum fragen.“
„Aber für Dich hat der Ring keinen Werth!“
„Und weshalb hat er für Dich Werth?“
„Weil es derſelbe Ring iſt, den ich meiner erſten Geliebten ſchenkte.“
„War dieſe Geliebte nicht eine Deutſche?“
„Ja, Cora.“
„Und Du haſt ſie verführt!“
„Wer iſt ſo kühn, das zu behaupten?“ fuhr der Edelmann auf.
„Haſt Du ſie nicht treulos verlaſſen?“
„Man hat ſie und mich betrogen!“
„Hm, das kommt auf daſſelbe hinaus“, erwiderte Cora achſel⸗ zuckend.„Du hätteſt ja den Betrug aufdecken können.“
„Sie ſtarb, kurz nachdem ſie ihr Kind dem Findelhauſe anver⸗ traut hatte.“
Madame von Chateaufleur hatte ſich dem Marquis genähert, er ſtand in Brüten verſunken.
„War es Dein Kind?“ fragte ſie leiſe.
„Ja.“
„Nun, die Mutter iſt todt, und der Ring würde Dich ſtets an eine ſchwere Schuld erinnern, weshalb willſt Du ſolche Erinnerungen wecken, die Dir nur ſchmerzlich ſein können?“


