Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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läſſiger Quelle, daß die Preußen ſich ſchon auf der Flucht befinden. Der König von Preußen iſt leider entkommen, er hat bei Zeiten Ver⸗ Pnes verlaſſen, der Kronprinz iſt gefangen, Bismarck todt.

Es lebe die Armee! ſchrieen einige Vagabunden, aber Dorman gebot ihnen durch einen Wink zu ſchweigen.

Ich glaube noch immer, daß es Lügen ſind, ſagte er.

Dann werden Euch morgen die Augen aufgehen, erwiderte Vater Tabaret entrüſtet.He, dann iſt es auch wohl eine Lüge, daß die ganze preußiſche Flotte in die Luft geflogen iſt?

Natürlich, wir haben ja keine Marine mehr, ſeitdem die See⸗ ſoldaten in die Armee eingereiht wurden.

Vater Tabaret legte den Finger an ſeine rothe Naſe und machte eine äußerſt pfiffige Miene.

Ihr ſeht nicht weiter, wie Euer Blick reicht, ſagte er,für Politik habt Ihr kein Verſtändniß.

Na, dann kramt Eure Weisheit aus, ſpottete Dorman.

Ich will Euch ſagen, wie das Alles gekommen iſt, und wem wir nächſt unſeren tapferen Soldaten dieſen Erfolg verdanken.

Nun?

Ruß land.

Ein ſchallendes Gelächter war die Antwort Dorman's; Vater Tabaret blickte ihn ſtarr an, dann zuckte er die Achſeln, wie wenn er andeuten wolle, mit einem ſolchen Manne, der ſich nicht belehren laſſe, könne man nicht ſtreiten.

Alle Welt weiß, daß Rußland auf Preußen eiferſüchtig iſt, ſagte er.Rußland will Polen ganz verſchli gen und einige preu⸗ ßiſche Provinzen annektiren. Und wenn Rußland eſchirt, dann marſchirt auch Oeſtreich, um die falzzeren Saur en auszuwetzen und das übermüthige Preußen zu demüthigen. Das hat Thiers Alles abgemacht, aber keine Seele wußte etwas davon.

So? ſpottete der Falſchmünzer.Und iſt Rußland ſchon auf dem Marſche?

Auf dem Marſche nach Berlin.

Es lebe Rußland! ſchrie der Stierkop

Unſinn! ſagte Dorman.Es iſt Alles erlogen! Wir haben wieder einmal eine Niederlage erlitten, und da muß natürlich von großen Siegen gefabelt werden! Gebt Acht, wie die Nachrichten mor⸗ gen lauten.

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