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die Rede geweſen. Ich weiß nicht, ob Sie Juſtine beleidigt haben, es muß wohl der Fall ſein, denn das Mädchen drückt ſich ſehr ſcharf über Sie aus.“
„Gleichviel“, ſagte der Marquis,„ich will nicht, daß Louiſon aber⸗ mals von Gefahren bedroht wird, es gibt noch andere und beſſere Mittel, ihren Verlobten unſchädlich zu machen.
Die Alte kicherte boshaft und ſtrich mit der welken Hand leiſe über den Pelz ihres feiſten Katers.
„Wenn Sie ſolche Mittel wiſſen, ſo iſt es deſto beſſer“, erwiderte ſie,„was mich betrifft, ſo kann ich keinen Grund finden, der die Schonung dieſes Mädchens rechtfertigte. Vielleicht hegen Sie die ſtille Hoffnung, daß eine feindliche Kugel den gefährlichen Gegner beſeitigen werde, aber—“
„Madame, reden win offen mit einander“, fiel der Marquis ihr entſchloſſen in die Rede,„es nutzt nichts, ob wir um die Sache her⸗ umgehen, man muß ſie ernſt in's Auge faſſen. Wie die Dinge jetzt liegen, kann nur der Tod mich von dieſem Feinde befreien, deſſen Macht ich keineswegs beſtreite.“
„Das iſt die Wahrheit“, nickte die Alte.
„Und es gibt in Paris Leute genug, die ſich nicht bedenken, einem Manne den Dolch in's Herz zu ſtoßen, wenn man dafür bezahlt.“
„Das gebe ich zul“
„Sie kennen jedenfalls einen ſolchen Burſchen—“
„Ach, ſoll ich wieder das Werkzeug ſein?“
„Bah, ich würde nicht ſo offen mit Ihnen reden, wenn ich nicht wüßte, daß auch auf Sie das Gold einen unwiderſtehlichen Zauber übt“, antwortete der Edelmann gelaſſen.„Wer die Aufgabe überneh⸗ men und in welcher Weiſe ſie gelöſt werden ſoll, das überlaſſe ich Ihnen, meines Rathes bedürfen Sie dabei nicht. Es handelt ſich nur darum, wie hoch Ihre Forderung ſein wird.“
„Zuerſt muß ich wiſſen, welchen Preis Sie zahlen wollen.“
„Tauſend Francs.“
„Das genügt nicht.“
„Gottes Tod, Madame, für die Hälfte dieſer Summe können Sie hundert Hände finden.“
„Geben Sie zweittauſend.“
„Und dafür verpflichten Sie ſich, den Burſchen erſter Tage in's Jenſeits zu befördern?“


