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Abend, an welchem der Angriff begann, aus dem Bureau, deſſen Thüre vorher verſchloſſen geweſen war, und Louiſon fand im Butrdgn ſelbſt ihren Vater gefeſſelt und geknebelt auf dem Boden liegen.“
„Seltſam!“ ſagte der Marquis.„Hat ſie gar keine Ahnung da⸗ von, wer dieſer Menſch gewefen iſt?“
„Nein.“ „Ich will verſuchen, es zu erforſchen, aber ich fürchte, das väter⸗ liche Vermögen iſt für Louiſon verloren. Und es ruhte auch kein
Segen auf dem Gelde, es war behaftet mit dem Fluch und den Thrä⸗ nen der Armuth, das mag Louiſon über den Verluſt tröſten. Wo iſt Ihr anderer Freund?“
„Jeau?“
„Ich glaube, ſo hieß er. Er wohnt nicht mehr bei Ihnen.“
„Er hat uns verlaſſen“, erwiderte Erneſt, den di eſe Frage in Ver⸗ legenheit btaͤchte,„ſeitdem haben wir über ſein Schickſal nichts mehr erfahren.“
„Sie wiſſen alſo nicht, ob es ihm gelungen iſt, mit heiler Haut durch unſere Vorpoſtenkette zu kommen?“ fragte der Edelmann ironiſch
Erneſt zuckte zuſammen.
„Sie wiſen Alles“, ſagte er verwirrt,„Ihnen kann man nichts verbergen.
„Mein Freund, was ich wiſſen will, das erfahre ich auch. Ich weiß, daß dieſer Freund ein Preuße war, den Sie damals von Ver⸗ ſailles mitgebracht hatten, wenn Leine Anweſenheit in Paris mir Be⸗
ſorgniſſe eingeflößt hätte, ſo würde ich ohne Verzug ſeine Verhaftung beantragt haben. Ich weiß, daß Sie ihm behülflich geweſen ſind, Paris zu verlaſſen, ich ſah auch darin keine Gefahr, denn er kann nichts verrathen.“
„Er war früher lange in Paris und ſchon damals mit mir be⸗ freundet—“
„Mag ſein, ich will weiter nichts wiſſen“, unterbrach der Marquis den jungen Mann,„ich habe 5 auch nicht weiter nach ſeinem Schick⸗ ſal erkundigt. Was macht unſere Freundin, Madame Leroi? Haben Sie noch immer Grund, ſich über ſie zu beſchweren?“
„Nein. In den erſten Tagen wollte ſie ſich Louiſon nähern, auch die Gourdin verſuchte es, aber wir haben den Megären ſe gründlich den Kopf gewaſchen, daß ſie nicht mehr wagen—“
„Sehen Sie ſich vor, Sie kennen die Schliche dieſer Weiber nicht,


