Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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chloſſen, Gas durfte Niemand mehr brennen, das Wenige, was noch abrizirt wurde, mußte zum Füllen der Luftballons benutzt werden. Eine große Anzahl der Theater diente zu Lazarethzwecken, überall ſah man die Fahnen mit dem rothen Kreuz, und da man noch immer, trotz dem Ernſt der Lage, das Bedürfniß zu Zerſtreuung fühlte, grün⸗ dete man Clubs, in denen man die tollſten Komödien aufführte. Man gründete Clubs für alle Klaſſen der Bevölkerung, ſogar für die Frauen, man verurtheilte in dem einen den Kaiſer ſammt ſeinen

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unter wahnſinnigen Ceremonien den lieben Gott ab, kurz, man er⸗ ging ſich in den verrückteſten Albernheiten.

Man verkaufte auf den Boulevards die unfläthigſten Karrikaturen 9 und Broſchüren, man zwang ſich, heiter und ausgelaſſen zu ſcheinen, und die liederlichen Dirnen hielten die reichſte Ernte. Man ſang, tanzte und lachte in den Café's, in den Reſtaurants und auf den Boulevards, während in den Manſarden und wohl auch in manchem eleganten Cabinete Hunger und Seuchen zahlloſe Opfer forderten.

So lagen die Dinge, als am 15. November die Nachricht von dem großen Siege des Generals Aurelles de Paladine über die Deut⸗ ſchen bei Orleans eintraf.

Die Provinzen hatten ſich erhoben! Die Provinzen kamen, um Paris zu befreien.

Der Jubel über dieſe Nachricht kannte keine Grenzen.

Man kannte den Mann als ſiegreichen General bisher nicht, aber an dieſem Tage ward er der gefeiertſte Held.

Man kannte ihn nicht, und dennoch berichteten alle Journale ſeine Tugenden, dennoch wollte Jeder behaupten, es habe ſich mit Sicher⸗ heit erwarten laſſen, daß dieſer General Frankreich retten werde. Die Journale wußten ſogar, daß der General eine Kugel im Gehirn hätte, die nicht herausgezogen werden konnte und wenn ſie unter ſeinem Schädel rollte, ſeinem Geſicht einen unbeſchreiblich wilden Ausdruck gab. Mit ſolchen Dummheiten und Kindereien fütterte man noch immer die Pariſer, die natürlich Alles glaubten.

Man berechnete die Stunde, in der Paladine vor Paris eintreffen

mußte, und verſchaffte ſich Nadeln, mit denen man ſeine Märſche auf der Karte markirte, man erzählte von vielen großen Siegen, welche die Provinzen ſchon erfochten hatten, ohne lange danach zu fragen, aus welcher Quelle dieſe Nachrichten geſchöpft waren.

Miniſtern und Marſchällen zum Tode, man ſetzte in dem andern.