Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Paul und Louiſon waren ſtehen geblieben. „Ich glaube nun ſelbſt, daß ich den falſchen Weg eingeſchlagen habe“, ſagte der Erſtere,„wir hätten uns mehr links halten müſſen.“ „Nanu, da haben wir's!“ brummte Jean.„Donnerwachsſtock, ick ſage ja, es wird immer intereſſanter.“

„Nicht links, ſondern rechts“, erwiderte Erneſt,„ſchlagen wir den erſten Seitengang ein.“

Paul ſchüttelte zweifeln

„Rechts?“ ſagte er.„ Rathe folgen.“

„Mein Gott, gibt's denn nur einen Ausgang?“ fragte Louiſon ängſtlich.

„Nur Ruhe und Muth“, erwiderte Erneſt,„wir werden gewiß hinauskommen.“

„Wenn nich lebendig, dann todt“, meinte der Gefreite.„Na, zum Sterben ſind wir in guter Geſellſchaft.“

Louiſon warf ihm einen zürnenden Blick zu.

„Dieſer Spott iſt frivol“, ſagte ſie,„er verletzt das Gefühl. Paul, ich fürchte, daß ich nicht weit mehr gehen kann, meine Kräfte ſind erſchöpft.“

„Muth, Muth, Gott wird uns nicht verlaſſen“, erwiderte Paul, der ſelbſt der Ermuthigung bedurfte.

„Weiter in Gottes Namen!“ rief Erneſt.„Wir dürfen den Muth nicht verlieren.“

Sie ſetzten ihre Wanderung fort, aber ſie hatten erſt eine kurze Strecke zurückgelegt, als Louiſon erklärte, ſie könne nicht weiter, Worte der Ermuthigung und Ermunterung konnten die geſunkenen Kräfte nicht beleben, die Freunde waren gezwungen, Raſt zu hal⸗ ten, und die ernſte Frage trat ihnen nahe, ob das Mädchen über⸗ haupt im Stande ſein werde, die mühſame Wanderung wieder auf⸗ zunehmen.

Die vorhergegangenen Aufregungen und Gemüthserſchütterungen, die wachſende Angſt und der gänzliche Mangel an ſtärkenden und belebenden Mitteln hatten die Kräfte Louiſon's ſo ſehr erſchöpft, daß ihr Körper einer langen Ruhe bedurfte, die er an dieſem Orte unter ſteter Angſt und Aufregung nicht finden konnte.

Paul war troſt⸗ und rathlos, der Gefreite erging ſich in Vor⸗ würfen und bitteren Bemerkungen und ſchalt ſich einen Thor, daß er

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das Haupt. ch glaube, Du irrſt, aber ich will Deinem

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