Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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„Nichts. Mein Freund fürchtet, wir würden den Ausgang nicht wieder finden, aber ich kenne den Weg.“

„Mir ſoll's lieb ſein“, brummte der Gefreite.„Aber hol' mir der Deubel, ick will lieber uf Vorpoſten ſteh'n, als hier Gedanken ſpinnen.“

Er erhob ſich und folgte den Voranſchreitenden.

„Nimm doch einige Rückſicht auf das Mädchen“, ſagte Erneſt leiſe,„weshalb willſt Du ihr neue Angſt und Sorgen bereiten?“

„Ach was, ick habe den janzen Schwindel ſo ſatt, daß es mir anekelt“, erwiderte Jean unwillig.„Ick will in unſer Lager zurück, hier ſieht man kein fröhliches Geſicht, hier is niſcht wie Mord und Todtſchlag, Wahnſinn un Gemeinheit. Nimm's mir nich übel, oller Junge, aber ick ſpreche frei von der Leber weg, Euer vielgeprieſenes Paris is niſcht weiter, als'ne Kloake.“

„Du biſt ſehr freimüthig!“

„Weshalb ooch nich? Wenn Ihr nur die Wahrheit hören wolltet, aber Ihr ſeid taub uf beeden Ohren, un ick danke vor die verrückte Wirthſchaft.“

„Parbleu, ſo geh' in Gottes Namen!“

„Leicht geſagt, aber wenn die Maus mal in die Falle ſitzt, hilft kein Pfeifen mehr.“

„Soll ich mit dem Marquis darüber reden?“

„Nanu? Ick danke! Der hat mir heute Nachmittag anjejlotzt wie en Meerwunder, ick jloobe, der wäre der Erſte, der mir in Mazas freies Quartier verſchaffte.“

„Es iſt natürlich beſſer, wenn man ſich nur auf ſich ſelbſt ver⸗ läßt“, ſagte Erneſt gedankenvoll.„Paul, ich glaube, das iſt nicht der richtige Weg!“

„Sei unbeſorgt, ich kenne ihn.“

„Na ja, der kennt ihm ſo lange, bis er uns feſtgefahren hat“, brummte Jean.

„Ueberlaſſen wir es vorläufig ihm, den Gang zu wählen“, ſagte Erneſt,„hinaus kommen wir jedenfalls. Haſt du Muth.“

„Dumme Fragel Ein Deutſcher hat allemal Muth.“

„Na, na, nur nicht gleich ſo oben hinaus. Es wird auch Feiglinge in Deutſchland geben. Vielleicht könnte ich da hinaus helfen.“ Man immer heraus mit der Sprache.“

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„Ich habe noch die Legitimationskarte, die ich damals benutzte—“