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Es war eine helle, weibliche Stimme, jetzt konnten keine Zweifel mehr obwalten.
Haſtiger eilte Paul vorwärts, die Freunde hatten Mühe, ihm zu folgen.
Und nun am Ende dieſes Ganges ſtürzte eine weibliche Geſtalt mit einem Freudenſchrei auf ihn zu,— er hielt Louiſon in den Armen und bedeckte ihr Antlitz mit heißen Küſſen.
„Gerettet!“ flüſterte das Mädchen.„Gerettet durch Dich.“
„Und nun vereint mit mir bis zum Tode“, ſagte Paul.„Du armes Kind, wie viel Ungemach, Schmerz und Sorgen haſt Du er⸗ tragen müſſen.“
Louiſon entwand ſich ſanſt ſeinen Armen und reichte mit einem Lächeln auf den bleichen Lippen Erneſt die Hand.
„Ja, ja“, erwiderte ſie, erſchreckt zuſammenfahrend, als ihr Blic auf die Todtenſchädel fiel,„aber von allen Schrecken war der Aufent⸗ halt hier doch das Schrecklichſte.“
„Wir werden dieſen Ort ſogleich verlaſſen“, tröſtete Paul,„nun ſollen beſſere Tage für Dich anbrechen.“
Das Mädchen fuhr mit der Hand über die Stirne, als ob ſie ſich auf etwas beſinnen wolle.
„Mein Vater iſt auch hier“, ſagte ſie,„wir müſſen ihn ſuchen.“
Die Freunde ſchwiegen, keiner von ihnen mochte ihr die Hiobspoſt berichten.
„Er mußte ja flüchten“, fuhr ſie fort,„ich erwartete ihn, aber er kam nicht. Ich hörte das raſende Gebrüll des Pöbels und floh, Angſt und Schrecken verwirrten mich. Die Laterne erloſch, Finſterniß umgab mich, ich eilte weiter, es war mir, als ſei die Rotte mir auf den Ferſen.“
„Entſetzlich!“ flüſterte Paul, deſſen Arm das Mädchen umſchlun⸗ gen hielt.
„Wir müſſen den alten Mann ſuchen, Paul— aber was iſt Dir, Du biſt ſo ernſt, haſſeſt Du ihn ſo glühend, daß Du ihn dieſem entſetzlichen Geſchick überlaſſen willſt?“
„Wenn er in den Katakomben wäre, ſo könnten wir uns ſeinet⸗ wegen beruhigen“, erwiderte Paul,„er wird ja dieſe Gänge kennen.“
„Wenn er es wäre? Zweifelſt Du daran?“
Man hat ſein Haus erſtürmt, das Volk hatte ihm den Tod ge⸗ ſchworen.“
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