Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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8 dann die Gefahr des Erſtickens. Es gibt hier Gänge, in denen eine gefährliche Luft weht, ſie betäubt den Menſchen und wirft ihn nieder, 5 um nie wieder zu erwachen.“

„Davon habe ich noch nichts gehört“, ſagt „Wie es überhaupt Wenige gibt, welche Sie werden auch nicht wiſſen, daß entſprungene Verbrecher hier einen Schlupfwinkel ſuchen, daß man die Leichen Ermordeter hier verſchwin⸗

. ö4an Pontot ie Katakomben kennen.

den läßt, und die Diebeshehler die Katakomben zur Lagerſtätte für

ihre Waaren benutzen.“

„Doch, das iſt mir bekannt.“

3„Hm, Sie haben vielleicht dunkle Gerüchte darüber vernommet

aber ſo unheimlich dieſe Gerüchte auch lauten mögen, die Wir

übertrifft ſie dennoch. Wenn das Mädche

in die Hände fiele, wäre es verloren.“ „Vorwärts, vorwärts!“ drängte Paul in fieberhafter Aufregung.

,

n dieſem lichtſcheuen Geſindel

„Nanu, Eile mit Weile!“ ſagte Jean.„Raſcher können wir nich gehen.—„Hol' mir der Deubel, det war en prächtiges Exemplar

Ho

von'ner Ratte! Na, wenn die preußiſchen Bomben kommen, können

die Pariſer hier Verſteckens ſpielen.“

„Mein Herr, Sie äußern ſich ſehr leichtfertig über das Unglück der Stadt Paris“, verſetzte der Wächter unwillig.„Der Aufenthalt b in den Katakomben iſt für Frauen und Kinder entſetzlich, und es wäre zu wünſchen, wenn wir von den Bomben verſchont blieben.“

A„Er wünſcht es natürlich nicht“, warf Paul ein.

„Paul!“ warnte Erneſt. „Mir ſcheint überhaupt, daß Sie kein Franzoſe ſind“, ſagte der

Wächter, indem er ſtehen blieb, um den Gefreiten mit ſorſchendem

Blick zu muſtern.„Ihre Ausſprache iſt keineswegs rein—“

„Bah, er iſt Elſäſſer“, unterbrach Erneſt ihn, den dieſe Wendung 6 des Geſprächs beunruhigte.

Elſäſſer?“ wiederholte der Wächter zweifelnd.„Ich bin's auch,

„Donnerwachsſtock, wat jeht et Ihnen an?“ rief Jean übermüthig. 6„Ick bin, wat ick bin, verſtehen Sie mir?“ „Und ich will nun wiſſen, wer Sie ſind ¹“ ſagte der Wächter trotzig. „Ich habe keine Luſt, Spione hier herumzuführen!“ —„Na, et wird immer intereſſanter“, ſpottete Jean.„Sehe ick aus,

wie en Spion?“