Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Cora rang mit einem Entſchluß. Es fiel ihr unſäglich ſchwer 3 e d 9 7 einzulenken, ihren Haß zu bemeiſtern und dieſem Manne ein gutes Wort zu geben, aber es mußte ſein. ßen wir Frieden“, ſagte ſie. „Unter welchen Bedingungen?“

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„Ich überliefere Ihnen die verhängnißvollen Papiere.“

„Sie haben ſie noch nicht.“

„Ich verpflichte mich ferner, keine Feindſeligkeit gegen Sie zu unternehmen.“

„Und was weiter?“

„Dagegen werden Sie volle Freiheit in meinem

Der Vicomte lachte höhniſch.

beſſeren Tiſch ſorgen und mir

Laſſen einräumen.“

„Ich laſſe mich auf keine Bedingung ein, denn ich fürchte den Kampf nicht, den Sie mir anbieten“, ſagte er.„Wollen Sie unter den bisherigen Verhältniſſen in meinem Hauſe bleiben und ſich ge⸗ horſam meinen Anordnungen fügen, ſo werde ich erſt nach beendetem Kriege die Scheidungsklage anhängig machen—“

„Nimmermehr!“

„Wohlan, ſo gehen Sie, wohin es Ihnen beliebt.“

„Cher verlaſſe ich augenblicklich dieſes Haus.“

„Ich hindere Sie nicht daran, gehen Sie, Madame!“ ſagte der kleine Herr mit eiſiger Kälte.„Gehen Sie zu Ihrem Bruder, er hat Geld, vielleicht finden Sie bei ihm, was Sie in meinem Hauſe vergeblich geſucht haben.“

Er wandte ihr den Rücken und ging hinaus, ohne ſie noch eines Blickes zu würdigen.

Haß und Wuth tobten in der Seele der ſchönen Frau.

„Rache!“ war ihr erſter Gedanke, und„Rache!“ murmelten ihre bebenden Lippen

Hier konnte ſie nicht mehr bleiben, ſie ſah es ein, ihr Stolz, ihre Ehre erlaubten es ihr nicht, denn er hatte ihr in kränkender Weiſe die Thüre gezeigt.

Und hier konnte ſie ſich nicht rächen, denn, wenn ſie blieb, war ſie eine Gefangene, von Spionen umgeben.

Nein, ſie mußte fort, und wenn ſie auch noch nicht wußte, wo ſie ein Unterkommen finden ſollte, unter dem Dache dieſes Mannes durfte ſie nicht länger bleiben.

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