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vorher erben, Niemand wird es erfahren, und meine Börſe wäre wieder gefüllt. Laßt ſehen, was in dem eiſernen Schranke liegt.“
Er durchſuchte die Taſchen des Schlafenden und ſtieß einen leiſen Freudenſchrei aus, als er den Schlüſſel fand, ohne Zögern ſchritt er auf den Geldſchrank zu.
Es gelang ihm mit leichter Mühe, dieſen Schrank zu öffnen, und ſeine Augen leuchteten, als er in der Tiefe deſſelben das Gold fun⸗ keln ſah.
Er griff hinein und füllte alle Taſchen mit Goldrollen und Bank⸗ noten, und nachdem er in der umfaſſendſten Weiſe ſeine Habgier be⸗ friedigt hatte, ſchloß er den Schrank wieder zu.
Dann ſchob er die Schlüſſel wieder in die Taſche ſeines Opfers, um im nüächſten Augenblick auf den Tiſch zu ſpringen und ein ſtarkes Seil an den Haken zu befeſtigen.
„So“, ſagte er,„nun kommt der Schluß der Tragödie,— hätte ich den Kerl nur erſt droben.“
Es war offenbar, daß er den Schlafenden auf den Tiſch hinauf⸗ heben und ihm hier die Schlinge des Seils um den Hals werfen wollte, zog er dann den Tiſch wieder fort, ſo war es um das Leben Pierre Bandau's geſchehen.
Herr von Segur ſchlang ſeine Arme um den dürren Körper des alten Mannes, aber in demſſelben Augenblick fuhr er zuſammen, als ob ein elektriſcher Schlag ihn getroffen habe.
Eine Stimme hinter ihm hatte ein gebieteriſches„Halt“ gerufen. Er wandte ſich um, die Kniee drohten unter ihm zu brechen, ſein Antlitz war todesbleich.
In der äußerſten Ecke des Gemachs ſtand der Marquis in dem ſchwarzen Anzuge, in welchem er ſich den Verſchworenen zu zeigen pflegte, und die flammenden Augen waren durchbohrend auf den Wüſtling gerichtet.
Der Körper des Wucherers entglitt den Armen Segur's und fiel ſchwer auf den Boden nieder.
„Was gibt es hier?“ fragte der Marquis in drohendem Tone. „Halt— nicht von der Stelle, oder eine Kugel durchbohrt Dein Gehirn!“
„Erbärmlicher Spion!“ ſchrie Segur wüthend.„Mußt Du denn überall die Naſe dreinſtecken?“
„Dank der Vorſehung, die mich hierherführt, daß ich ein Ver⸗
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