Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

409

Unten in den Katakomben, lallte der Mann, dem die Augen 1 ſchon zufielen.Ich habe ſie oft belauſcht. Ah, ich kenne alle Ka⸗ takomben, wie meine eigene Taſche, ich habe manchen Tag und manche Nacht drinnen zugebracht. Parbleu, Herr von Segur, das iſt eir ſtarker Wein. Durchaus nicht. Aber er macht ſchläfrig. So ſchlafen Sie! Ich muß ja noch hinaus. Bah, draußen findet Ihr nicht viel. Höchſtens die Fetzen eines in dünnen Kleidchens, die ein Mobilgardiſt irgend einer Dirne vom Leibe geriſſen hat. Seitdem keine Fremden mehr in Paris ſind, gibt's nur noch lebende Lumpen in der großen Stadt, und damit könnt Ihr nichts aufangen. Herr von Segur belachte ſeinen Witz, auch der Wucherer ver⸗ ſuchte zu lachen, aber er brachte es nur zu einem häßlichen Grinſen. lle Das pockennarbige Haupt ſank auf die Bruſt, der Wüſtling ſah ſinnend den Rauchwolken ſeiner Cigarre nach. Er ſchläft, murmelte er,ſo raſch hatte ich die Wirkung nicht erwartet.

bt Er ſtand nach einer geraumen Weile auf und ließ den Stuh auf dem er geſeſſen hatte, zu Boden fallen, Pierre Banda u blicte doß nicht auf.

Sehr gut, ſagte Segur triumphirend,er wird nicht erwachen. He, Vater Bandau! Alter Satan! He hel

6 Der Wucherer rührte ſich nicht, man hörte nur, wie ſchwer und 3 tief er athmete.

Der Wüſtling holte ein Dokument aus ſeiner Taſche und legte es auf das Schreibpult, dann nahm er Flaſche, Lampe und Gläſer vom Tiſche, den er unter den eiſernen Haken rückte.

Er konnte, als er auf dem Tiſche ſtand, mit den Händen bequem dieſen Haken erreichen, dieſe Entdeckung ſchien ihn außerordentlich zu

Fr freuen. Er ſtieg wieder hinunter und näherte ſich dem alten Manne, der 1 feſt und ruhig ſchlief.

Ich weiß nicht, daß ich Alles mit der Hexe theilen ſoll, gefällt mir nicht, ſagte er,ſie kann nur die Hälfte von dem verlangen, was der alte Schuft hinterläßt. Parbleu, ich könnte ja einen Theil