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daß die Guillotine auf dem Concordiaplatz errichtet werden ſoll und das Blut wieder einmal in Strömen fließen muß, damit das Kapital zur richtigen Vertheilung kommt.“
Der Alte ſeufzte tief auf und ließ den ſtarren Blick durch das kahle Zimmer ſchweifen, als ob er ſchon jetzt von ſeinen Schätzen Ab⸗ ſchied nehmen wollte.
„Das kann nicht ſein“, erwiderte er.„Den Adel und die reichen Leute wird der Pöbel freilich maſſacriren, aber was hat ihm der arme Lumpenſammler gethan? Es iſt wirklich eine drückende Schwüle hier im Zimmer, Herr von Segur—“
„Das macht die Angſt!“ lachte der Wüſtling.„Ihr habt kein reines Gewiſſen, alter Freund.“
„Wenn Sie wirklich die Wahrheit ſagten, dann wäre es beſſer, Napoleon kehrte zurück.“
„Natürlich, unter dem ſchützenden Fittig des kaiſerlichen Adler⸗ ſeid Ihr ein reicher Mann geworden.“
„Ja, wir hatten Frieden, und das Geſchäft blühte, die Kanaille wurde mit ſtarker Hand niedergehalten—“
„Und wenn es ſein mußte, niederkartätſcht!“
„He, geſchah Ihr damit nicht Recht?“
„Gewiß, die Wucherer mußten ja geſchützt werden. Ihr habt auch von mir manches Goldſtück verdient.“
„Es iſt nicht der Rede werth. Ich mußte ja auch riskiren, daß Sie mir das Geld nmicht zurückzahlen konnten, dann war ich um meine Vorſchüſſe betrogen.“
„Ja, wenn mit dem Frieden nur auch der Kaiſer wiederkäme!“ ſpottete Segur.
„Ach, wer weiß, was geſchieht“, ſagte der Geizhals, deſſen Zunge ſchon ſchwer wurde.„Es gibt Verſchwörungen in Paris, mein Herr, die Agenten und Beamten der kaiſerlichen Polizei regen ſich gewaltig, und man weiß, daß dieſe Leute Alles ausführen, was ſie unternehmen.“
„So?“ fragte der Wüſtling überraſcht.„Ihr ſeid wohl ſelbſt einer von dieſen gutgeſinnten Wühlern?“
„Nein, aber ich könnte es werden.“
„Hat man Euch das Bündniß angeboten?“
„Schon ſehr oft.”“
„Dann wißt Ihr wohl auch, wo die Verſchworenen zuſammen⸗ kommen?“


