Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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ſein, ſagte Erneſt ruhig,das iſt Alles, mas man von uns fordern kann und darf.

Haltet Euch bereit, morgen oder übermorgen wird das Corps Vinoy einen Ausfall unternehmen, gelingt er, ſo muß die National garde nachrücken und den Feind vernichten.

Wie ſiegesgewiß dieſe Narren ſprechen, die ſich noch einmal ſo hoch dünken, ſeitdem ſie den Degen tragen, ſpottete Erneſt, während er mit ſeinem Freunde weiterſchritt.Dieſe ehemaligen Kellner, Li⸗ teraten und Ladendiener tragen jetzt die Naſe ſo hoch, als ob ſie die Herren von Frankreich ſeien. Und wie kleinmüthig werden ſie ſich zeigen, wenn die Kugeln der Deutſchen ſie umpfeifen. Sieh dort das arme Weib mit dem Säugling an der welken Bruſt! Hat nicht der Tod ihrem Antlitz ſchon den Stempel aufgeprägt? O, er wird reiche Ernte halten; Fluch denen, die ſo frevelhaft mit dem Wohl und dem Leben Tauſender ſpielen!

Sie hatten jetzt ihre Wohnung erreicht, bald ſtanden ſie vor der Thüre ihrer Manſarde.

Sie mußten lange anklopfen, ehe der Gefreite aus ſeinem tiefen Schlafe erwachte und ihnen öffnete.

Erneſt ſetzte ſich ſofort hin, um das Billet zu ſchreiben, Paul durchmaß mit großen Schritten das Zimmer und blieb endlich vor dem Gefreiten ſtehen.

Wir haben die junge deutſche Dame gefunden, ſagte er,fie iſt in der Gewalt des Marquis, aus der wir ſie befreien müſſen. Wir haben nun gefahrvolle Wege zu machen, und es wäre möglich, daß wir auf ein Hinderniß ſtießen, über welches wir ſtrauchelten. In dieſem Falle vertrauen wir auf Deine Hülfe, Jean.

Hol mir der Deubel, ick

Höre weiter. Es wäre möglich, daß wir nicht zurückkehrten, unſere Gegner ſind mächtiger als wir. Du wirſt dann nicht ruhen, bis Du über unſer Schickſal Gewißheit haſt.

Das verſteht ſich! nickte der Gefreite.Ick werde Tag und Nacht an niſcht Anderes denken.

Hier iſt die Adreſſe des Marquis, nahm Erneſt das Wort, in⸗ dem er dem Gefreiten einen Zettel überreichte.Der Name des Cdel⸗ mannes iſt mir ſelbſt unbekannt. Darunter findeſt Du die Adreſſe Pierre Bandau's, deſſen Tochter, wie Du weißt, ſpurlos verſchwunden iſt. Der alte Schuft hat die Keller ſeines Hanſes mit Lebensmitteln