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Ihnen denn das nicht ein? Man wird mir hierher Nachricht bringen, dann wiſſen wir, woran wir ſind.“
„Nun denn, ich füge mich“, erwiderte der Wüſtling,„was aber wird morgen geſchehen?“
„Einſtweilen laſſen wir die Dinge gehen, wie ſie wollen. Louiſon wird vielleicht Lärm machen, aber was nutzt ihr das? Sie wird feſt⸗ gehalten und wenn ihre Freundin uns unbequem wird, ſo hat man ja Mittel genug, ſie unſchädlich zu machen.“
„Das iſt dann Ihre Sorge!“
„Allerdings. Wir werden Louiſon binnen einigen Tagen ſo zahm machen, daß ſie ohne Widerrede den kleinen Roman mit Ihnen fort⸗ ſetzen wird, iſt die Sache ſo weit gediehen, dann müſſen Sie die Sorge für den Unterhalt des Mädchens übernehmen.“
Mit Vergnügen. Aber in Bezug auf das Teſtament iſt mir der weitere Verlauf noch nicht ganz klar.“
„Sie gehen morgen im Laufe des Tages hin, um Ihren alten Freund zu beſuchen. Sie finden die Thüre verſchloſſen und ſchöpfen einen unbeſtimmten Verdacht, den Sie einigen Nachbarn Bandau's mittheilen. Man holt einen Schloſſer und öffnet, man findet die Leiche und das Teſtament, Sie beklagen den Tod Ihres beſten Freun⸗ des, und die Geſchichte iſt abgemacht. Vielleicht wird die Leiche nicht einmal gerichtlich unterſucht, ſollte dies dennoch geſchehen, ſo könnten Sie das Reſultat mit Ruhe erwarten. In ſolchen unruhigen Zeiten hat das Geſetz keine Geltung und nach dem Frieden, wenn Ruhe und Ordnung zurückkehren, kann man Ihnen nichts mehr anhaben.“
„Ich werde dann wohl Paris verlaſſen“, warf Segur nachdenklich ein. Am Ende iſt es beſſer, wenn man einer Unterſuchung aus dem Wege geht.“
„Wie Sie wollen. Aber ſobald Sie in den Beſitz der Erbſchaft getreten ſind, werden Sie mir die Hälfte zahlen.“
Der Wüſtling zog die Brauen zuſammen. Feſt und durchdrin⸗ gend ruhten die ſtechenden Augen des Weibes auf ihm.
„Sie ſinnen über Betrug“, ſagte ſie ſcharf,.„aber ich fürchte ihn nicht. Wenn Sie mich betrügen wollten, wären Sie verloren. Denken Sie nicht, ich als Mitſchuldige könne Ihnen nichts anhaben, in Allem, was ich für mich oder Andere unternehme, halte ich mir ſtets eine Hinterpforte offen, durch welche ich im Nothfall entſchlüpfen kann. Ich glaube, Sie zweifeln daran nicht, mein Herr, alſo martern Sie
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