Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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in Cayenne langſam hinſiechen laſſen, um ſich der Kaiſerkrone bemäch⸗ tigen zu können? Und werden nicht in dieſem Kriege abermals Tau⸗ ſende gemordet, die mit ihrem Leben den Meineid dieſes Mannes bezahlen müſſen? Glauben Sie, mein Herr, daß alle dieſe Morde auch nur ein einziges Haar auf dem Haupte Napoleons bleichen werden?

Ich werde meine Aufgabe löſen, ſagte Herr von Segur, wäh⸗ rend das Weib ihr Glas austrank,aber ich verlange auch, daß Ihr Euer Verſprechen in allen Punkten haltet,

Das verſteht ſich von ſelbſt.

Louiſon muß heute Abend mein ſein.

Sobald Sie mit Allem fertig ſind.

Um Mitternacht bringe ich Ihnen die Nachricht, daß der Wu⸗ cherer baumelt.

Wohlan, ſei es denn heute Abend, erwiderte das Weib ent⸗ ſchloſſen,ich ſehe auch ein, daß wir nicht länger zögern dürfen, die Freundin Louiſon's könnte unſern Plan durchkreuzen.

Gut, wann ſoll ich kommen?

Um acht Uhr bin ich hier.

Parbleu, hier gefällt es mir nicht

Thut mir leid, aber ich weiß keinen beſſern Ort unſerer Juſam⸗

menkunſt. Ich werde Ihnen das Teſtament und eine Flaſche Wein

übergeben.

Und ich gehe, um die Geſchichte zu ordnen. Wohin ſoll ich das Dokument legen?

Auf das Pult, ſo daß es ſofort in die Augen fällt. Man wird dann um ſo weniger daran zweifeln, daß der Alte ſelbft ſich ent⸗ leibt hat.

Ganz recht. Und wenn ich fertig bin, wo finde ich Euch?

Wieder hier.

Aber Louiſon

Wir gehen alsdann zu ihr.

Da wäre es doch beſſer, wenn ich unverzüglich in das Haus gehen könnte, in welchem ſie weilt. Wozu der Umweg?

Mein Herr, wenn Sie meinen Anordnungen ſich nicht fügen wollen, ſo iſt es beſſer, wir ſehen von Allem ab, ſagte das Weib ärgerlich.Ich treffe keine Maßregeln umiſonſt, wir können nicht eher zu Louiſon gehen, bis ich mit Sicherheit weiß, daß ſie ſchläſt. Leuchtet