Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Sie ein vortrefflicher Kerkermeiſter ſind, und in dieſem Hauſe ſoll es Kerkerzellen genng geben.

Der Geizhals ſtampfte zornig mit dem Fuße auf den Boden.

Zum Teufel, was wollen Sie von mir? rief er.

Ich will verſuchen, ob man ein vernünftiges Abkommen mi Ihnen treffen kann.

In welcher Weiſe?

Louiſon wird nie zu Ihnen zurückkehren.

Wiſſen Sie das ſo beſtimmt?

Ja, mein Herr. Sie kann auch nicht in dem Hauſe bleiben, in dem ſie gegenwärtig ſich befindet, denn dort wie hier drohen ihr

dieſelben Gefahren.

Ich verſpreche ihr meinen Schutz.

Louiſon dankt dafür, ſie hat dieſen Schutz kennen gelernt.

Aber was will ſie? fragte der Alte ungeduldig.Sie wird doch nicht verlangen, daß ich ſie um Verzeihung bitten ſoll?

Ihnen würde das nichts nützen, entgegnete Juſtine ruhig,das frühere Einvernehmen zwiſchen Vater und Kind, ſo gut oder ſchlecht es auch geweſen ſein mag, kann nie wieder hergeſtellt werden. Sie haben Ihr Kind tödtlich beleidigt, Sie haben alle Bande, welche Louiſon an Sie feſſeln, in den Staub getreten, nun der Bruch erfolgt iſt, kann nach dem Vorgefallenen von einer vollſtändigen Ausſöhnung nicht mehr die Rede ſein.

Pierre Bandau hatte ſein pockennarbiges Geſicht zu einem höh⸗ niſchen Grinſen verzogen.

Alſo in dem Hauſe kann ſie nicht bleiben? fragte er.Da möchte ich doch wiſſen, in welchem Hauſe ſie ſich befindet.

Damit Sie von Ihrer väterlichen Gewalt Gebrauch machen können?

Bah, ich denke nicht daran.

Sie ſind ein ſchlauer Fuchs, mein Herr, aber mich überliſten Sie doch nicht!

Pierre Bandau lächelte ſarkaſtiſch und griff in ſeie Tabaksdoſe, er warf dem Mädchen einen Blick zu, wie wenn er ſagen wollte, für

n ſei dieſe Ueberliſtung nur eine Kleinigkeit.

Aber trotz dieſer erheuchelten Ruhe konnte er dennoch nicht ganz verbergen, daß die Lage, in der er ſich befand, ihm außerordenklich unangenehm war.