Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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lben zu verhindern. Und ſollte ich wirklich nicht kommen, Madame, woran nur äußere Umſtände mich hindern könnten, dann erhalten Sie an jeder Thüre den Preis, den dieſer Mann Ihnen geboten hat.

Mit leuchtenden Augen blickte Frau Bouhon zu dem jungen Mädchen auf, auf deren glühenden Antlitz auch der tückiſche Blick des Geizhalſes ruhte.

Alſo Sie wollen ihn kaufen? fragte ſie.

Ja, heute oder morgen.

Oder auch gar nicht, warf Bandau höhniſch ein.

8 9, ich vertraue Ihnen, ſagte die Frau, indem ſie die Hand

dcheus erfaßte,ich leſe in Ihren Augen, daß Sie nicht

des Mäd lungen und betrügen können. Leben Sie wohl, Herr Bandau, wenn

Sie ſich je einmal dieſer Stünde erinnern, wenn die Bilder ver⸗ gangener Zeiten in einer ſtillen S tunde an Ihrer Seele vorüberziehen, dann finden Sie ſich mit Ihrem Gewiſſen ab, ſo gut Sie es ver⸗ mögen, ich habe 3 Ihnen nichts weiter mehr zu ſagen, als daß ich Sie verachte.

Der Geizhals blickte ſtarr auf die Thüre, hinter der die Frau verſchwunden war, er fühlte, daß er eine Niederlage erlitten hatte, aber die Niederlage ſelbſt ärgerte ihn nicht ſo ſehr, wie der Um⸗ ſtand, daß die junge, ſchöne und elegante Dame Zeugin derſelben geweſen war.

Sie kennen das Weib nicht, ſagte er,Sie wiſſen nicht, wie durchtrieben ſie iſt, und wie oft ſie ſchon mit ihren Betteleien mich geärgert hat.

Wie dem auch ſein mag, Ihr Benehmen läßt ſich nicht entſchul⸗ digen, erwiderte Juſtine ernſt.

Ah, bah, der Ring war nicht mehr werth, das angebliche Gebot des Juweliers war nur eine Lüge, Alles, was das Weib ſagte, war eine einzige Lüge.

So beſchimpfen Sie jetzt die, welche Sie einſt

Parbleu, mein Fräulein, wer urtheilen und richten will, muß Beweiſe haben. Aber kommen wir zur Sache, welchem Umſtande verdanke ich die Ehre Ihres Beſuches?

Ob er Ihnen zur Ehre gereicht, weiß ich nicht, zudem glaube ich, daß der Zweck verfehlt iſt.

Laſſe n Sie hören.

Ich komme von Louiſon.

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