Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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ſaßen drinnen an den eleganten Tiſchen, plaudernd, lachend und ſin⸗ gend, während draußen die liederlichen Dirnen ihre Netze auswarfen.

Plötzlich blieb Erneſt ſtehen, vor ihnen her ſchritt ein alter, gebeugter Mann mit einem Korbe auf dem Rücken und dem Haken der Lumpenſammler in der ſchmutzigen Hand.

Es war Pierre Bandau, auch der Gefreite kannte ihn, und es befremdete den Letzteren, daß Erneſt ſo vertraulich die Hand auf die Schulter des Wucherers legte.

Was macht Louiſon? fragte Erneſt.

Der Alte wandte erſchreckt ſich um, tief aufſeufzend ſchüttelte er das graue Haupt.

Ja, wenn ich es wüßte! erwiderte er.

Parbleu, was ſoll das heißen? rief Erneſt beſtürzt.

Louiſon hat mich verlaſſen.

Das geſchieht Euch recht, alter Sünder, es iſt die gerechte Strafe für Euer

Nein, meine Schuld iſt es nicht, fiel der Wucherer ihm in's Wort,man hat ſie gewaltſam entführt.

Wer?

Auch das weiß ich nicht.

Ein ironiſches Lächeln umſpielte die Lippen des jungen Mannes. Ich glaube, Ihr dürft Euch ihretwegen beruhigen, ſagte er,ſie wird ohne Zweifel ein ſicheres Aſyl gefunden haben, indem ſie vor Eurer Tyrannei geſchützt iſt.

Ihr denkt an Euren Freund, entgegnete der Wucherer,ſie iſt nicht bei ihm, auch er ſucht ſie und bemüht ſich vergeblich, eine Spur zu finden, die er verfolgen könnte.

He ich glaube, Ihr wollt Komödie ſpielen! fuhr Erneſt auf.Damit kommt Ihr nicht durch! Habt Ihr Eure ſchändlichen Abſichten ſchon ausgeführt, daß Ihr nun unſere Rache fürchtet? Ich fürchte nichts mehr, ſeitdem ich Louiſon verloren habe.

A Hattet Ihr Euch nicht mit einem Herrn von Segur ver⸗ bündet? fragte Erneſt mit ſcharfer Betonung.Er wird wiſſen, wo das Mädchen ſich befindet und was in Eurem Hauſe vorgefallen iſt, und Ihr wißt das auch, aber Ihr wollt nicht geſtehen! Nun gut, man wird Euch zu zwingen wiſſen, und dann ſei der Himmel Euch gnädig.

Er ließ den alten Mann ſtehen und ſchritt mit ſeinem Begleiter