Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Und wenn ich nun erkläre, daß ich mich zu dieſem ſcheinbaren Verrath hergab, um unſerer gerechten Sache zu nützen? erwiderte Paul, der ſeine ganze Faſſung wiedergewonnen hatte.

So würde Niemand dieſe Lüge glauben, ſagte der Marquis ernſt. Der Bericht dieſes braven Mannes beweiſt uns nur zu deutlich, daß Sie mit der Abſicht des Verraths in unſern Bund eingetreten ſind. Wer war der Mann, dem Sie unſer Geheimniß verriethen?

Ein Freund!

Sein Name?

Ich werde ihn nicht nennen.

Ah, das iſt ſchon wieder ein Beweis des Verraths, ſagte Pierre Bandau, ſein kahles Haupt ſchüttelnd.Man muß ihn zwingen, den Namen zu nennen.

Wer könnte das? erwiderte Paul herausfordernd.Wer be⸗ ſäße die Machtt, mich zu zwingen?

Ich! rief der Marquis drohend.Sie wiſſen, welche Strafe Sie erwartet und Sie wiſſen auch, daß Sie auf Gnade nicht hoffen dürfen.

Glauben Sie, ich werde darum betteln? fragte Paul, das Haupt zurückwerfend.Wer gibt Ihnen das Recht, ein Todesurtheil zu ſprechen? Wer hat überhaupt Sie zum Richter eingeſetzt?

Sie ſelbſt durch Ihren Eid.

Bah, was gelten ſolche Eide? Sie ſpielen nur eine Komödie und gefallen ſich dabei in der Hauptrolle; der ganze Zweck der Ver⸗ ſchwörung läuft doch nur darauf hinaus, ſich ſelbſt Anſehen und Macht zu verſchaffen. Sie möchten gerne Nachfolger Gambetta's werden, oder die Rolle eines Robespierre ſpielen, es wäre Ihnen eine Wol⸗ luſt, wenn Sie die Prieſter und alle Reichen niedermetzeln laſſen könnten, nicht weil Sie glauben, dadurch das Wohl der arbeitenden Klaſſe zu begründen, ſondern weil Sie ſich ſelbſt bereichern möchten. Was liegt Ihnen an der Form der Regierung! Hätten Sie am Hofe des Kaiſers ein Amt erhalten, welches Ihnen eine hohe Rente ſicherte, ſo würden Sie nicht daran gedacht haben, ihm nach dem Leben zu trachten, und böte der Graf von Paris Ihnen in dieſer Stunde eine namhafte Summe, ſo würden Sie mit klingendem Spiel zu ihm übergehen. Bah, Ihr Republikaner werdet Frankreich ruiniren, denn