Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Paul Bertrand! rief der Marquis, die blitzenden Augen feſt auf den Maſchinenbauer richtend, der erſchreckt zuſammenfuhr.Folgen Sie mir, ich habe einige Fragen an Sie zu richten.

Der junge Mann zögerte im erſten Augenblick, dann erhob er trotzig das Haupt, als ob er andeuten wolle, er kenne keine Furcht und ſei ſich keiner Schuld bewußt.

Der Marquis war in den anſtoßenden Raum zurückgetreten, Paul folgte ihm.

Es war ein kleines, aber ſehr elegant ausgeſtattetes Gemach. Ein weicher Teppich bedeckte den Boden, die Wände waren mit far⸗ bigem Sammt behangen. In der Mitte ſtand ein kleiner Tiſch, auf dem mehrere Waffen und ein Todtenſchädel neben den brennenden Kerzen lagen, hinter dieſem Tiſche ſtanden drei Seſſel, mit rothem Sammt überzogen.

In einem dieſer Seſſel ſaß Pierre Bandau, der in ſeinem ſchmutzigen Anzuge ſich gar ſeltſam in dieſer eleganten Umgebung ausnahm, an der andern Seite des Tiſches ſaß ein fein gekleideter Herr, deſſen verlebtes Geſicht die unverkennbaren Spuren einer ſtür⸗ miſchen Vergangenheit trug.;

Es war einer jener Herren, denen man in Paris faſt bei jedem Schritt begegnete, die alle Freuden des Lebens bis zum Ueberdruß genoſſen hatten und vor keinem Mittel zurückſchreckten, wenn es galt, einen beſtimmten Zweck zu erreichen.

Man fand ſie in den Cafés und auf den Promenaden, in ele ganten Equipagen und hoch zu Roß, in den Salons der vornehmſten Geſellſchaft und in den Arbeiterkneipen, in den Tanzſälen der Demi⸗ monde und in den Zuchthäuſern, in den Tuilerien und auf den Ga⸗ leeren, je nachdem ſie das Schickſal begünſtigt hatte oder nicht.

Zwiſchen dieſen Beiden nahm der Marquis Paatz, ſein durch⸗ dringender Blick ruhte lange auf dem jungen Manne, als ob er in die tiefſten Tiefen ſeiner Seele dringen wolle.

Paul Bertrand, begann er, und ſeine Stimme klang ſcharf und ſchneidend,was hatten Sie vor einer Stunde Ihrem Freunde auf dem Pont Neuf mitzutheilen?

Auf dieſe Frage war Paul nicht vorbereitet, ſie mußte ihn be⸗ ſtürzen, und dem forſchenden Blick ſeiner Richter konnte ſeine Be⸗ ſtürzung nicht entgehen.

Was veranlaßte Sie, die Geheimniſſe des Bundes zu verrathen?

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