Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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ſtäben vor den Fenſtern und geſchwärzten Mauern, welches eher einem Gefängniſſe, als der Wohnung eines Bürgers glich.

Paul zog die Glocke, Pierre Bandau öffnete ſelbſt die Thür und ließ den Verſchworenen ein.

Es war ein kleiner, hagerer, buckliger Mann in einem ſchmutzigen, abgetragenen Anzuge.

Die grauen, ſtechenden Augen, von borſtigen Brauen überſchattet, das pockennarbige, mit zahlloſen Narben und Runzeln überſäete Ge⸗ ſicht mit der ſcharf gebogenen Naſe, den fahlen Lippen und dem vor⸗ ſtehenden Kinn, der graue, ſtruppige Bart und der kahle glänzende Schädel, alles das verlieh der Erſcheinung dieſes Mannes etwas Ab⸗ ſtoßendes, man konnte ſich ſchon beim erſten Anblick der Vermuthung nicht erwehren, daß Vater Bandau ein tückiſcher, boshafter und hab⸗ ſüchtiger Menſch ſein müſſe.

Paul war raſch an ihm vorbeigeſchritten, er würdigte ihn kaum eines Blickes.

Nun? fragte der Alte erwartungsvoll, nachdem er die Thür wieder geſchloſſen hatte.Wie iſt es draußen?

Vortrefflich, alte Nachteule! erwiderte Paul gelaſſen.Arago, Favre und Gambetta ſtehen an der Spitze der Republik, das Volk hat die Tuilerien erſtürmt und das Neſt leer gefunden.

Sehr gut! nickte Vater Bandau, aus deſſen Augen tückiſche Bos⸗ heit leuchtete.Und die Preußen?

Na, man glaubt, ſie werden nun Frieden ſchließen.

He, wer glaubt das?

Zum Teufel, Jeder, der etwas zu verlieren hat!

Na, wir beide glauben's nicht wie? kicherte der Alte ſpöttiſch.

Mir iſt es gleichgültig, Ihr aber wünſcht es wohl nicht?

Nein, ich wünſche es nicht, Paris muß belggert werden

Ah Ihr denkt alsdann Euer Schäſchen zu ſcheeren?

Jeder iſt ſich ſelbſt der Nächſte.

Natürlich, und in ſolchen Zeiten der Noth ſind die Lumpen billig.

Ganz recht, die Lebensmittel dagegen um ſo theurer, erwiderte Pierre Bandau, die dürren Hände reibend.He, weshalb wünſcht Ihr es nicht, Bertrand? Wenn die Preußen vor den Thoren ſtehen, müſſen die Reichen in Paris mit den Arnten theilen, und wenn ſie das nicht wollen, kann man ſie dazu zwingen.