Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Keineswegs, aber ich liebe es nicht, mich an ſolchen Verſchwö⸗

rungen zu betheiligen, ich habe mich ſtets davon fern gehalten.

Ja, es iſt beſſer, wenn man ſich nicht betheiligt, nickte Paul gedankenvoll,aber Du weißt, ich habe meine beſonderen Intereſſen dabei: Vater Bandau wird doch nicht ſo ganz gleichgültig bleiben, wenn ich ihm mit Verrath drohe

Und wem wollteſt Du den Geheimbund verrathen? fiel Erneſt ihm in's Wort.

Bah, die Republik wird bald zu Grunde gehen, vielleicht ſteigt Napoleon wieder auf den Thron

Unmöglich! 8

In Frankreich iſt Alles möglich.

Und dann?

Dann mag Pierre Bandau wählen, ob er mir ſeine Tochter geben, oder die Reiſe nach Cayenne antreten will.

In den Augen Erneſt's flammte die Gluth des Zornes auf.

Das kann Dein Ernſt nicht ſein, ſagte er entrüſtet,es wäre eine Schmach für Dich, welche Dir meine Achtung und Freundſchaft rauben würde.

Parbleu, Vater Bandau wird mich nicht zwingen, meine Dro⸗ hung auszuführen.

Schon die Drohung allein wäre Deiner nicht würdig. Entführe Louiſon, beſtimme ſie, heimlich das Haus ihres Vaters zu verlaſſen und Dir zu folgen, das läßt ſich mit der Ehre des Mannes ver⸗ einigen, aber der Verrath würde Dich ſchänden!

Ich will mir das überlegen, ſagte Paul, indem er dem Freunde die Hand bot.Für heute müſſen wir ſcheiden, aber morgen werde ich Dich in Deiner Wohnung beſuchen, wir können dann weiter darüber reden. Sei verſchwiegen, Erneſt, verrathe mit keiner Silbe, daß Du Kenntniß vdn dieſem Geheimniß haſt, die Mitglieder unſeres Bundes haben überall ihre Spione.

Er drückte dem Freunde die Hand und ſchritt langſam den Pont Neuf hinunter. Erneſt entfernte ſich nach der entgegengeſetzten Rich⸗

tung, und jetzt ſchwang auch der Mann in der Blouſe ſich wieder

über die Balluſtrade, um in angemeſſener Entſernung dem Maſchinen⸗ arbeiter zu folgen.

Vor einem großen, düſtern Hauſe in der Rue Dauphine blieb Paul ſtehen; es war ein maſſives, alterthümliches Haus, mit ſchweren Eiſen⸗