Jahrgang 
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Stelle Otto⸗ den, ſo ſah er in die Zulunft.

nd ihm bevor iſt vorzubeugen.

um die Hand er nicht mehr nähern.

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Eugenie's und ſchon aus dieſen beiden Gründen einigermaßen be⸗ rechtigt, ſich der jungen Dame zu nähern.

Aber von alledem geſchah nichts, das beruhigte den Bankier, trotzdem Alfred von der Rückkehr zur Univerſität ihm die Ver⸗ ſicherung gegeben hatte, Otto und Eugenie würden nie von ein⸗ ander laſſen.

Freilich wußte der alte Herr nicht, was hinter ſeinem Rücken geſchah.

Er hatte keine Ahnung davon, daß Tante Thereſe fleißig mit dem jungen Manne correſpondirte, daß ſie ſehr oft die Mutter Otto's beſuchte und daß Eugenie ſtets von Allem, was den Ge⸗ liebten betraf, ſehr genau unterrichtet war.

Er wußte auch nicht, daß der Barbier Gabel der Tante Thereſe alle Vorfälle in der Familie Schenk brühwarm berichtete, alſo gewiſſermaßen der Zwiſchenträger war, der die Familien im⸗ mer enger verknüpfte.

Das Alles wußte er nicht, alſo hatte er auch keinen Grund, ſich zu beunruhigen.

Lange Zeit waren von Otto keine Nachrichten eingetroffen, endlich kam ein Brief von Nikolas, der die Eltern von der Ver⸗ wundung ihres Sohnes benachrichtigte, zugleich aber auch die tröſtende Mittheilung enthielt, daß Otto ſich ſchon auf dem Wege der Geneſung befinde.

Für Eugenie waren das trübe, traurige Tage geweſen, Tante Thereſe hatte große Mühe, ſie von ihrem Entſchluſſe, ſofort hin⸗ zureiſen, um die Pflege des Verwundeten zu übernehmen, abzu⸗ halten.

Nikolas ſchrieb nur öfter, ſeine Briefe beruhigten das Mädchen.

Dann kam auch ein Brief von Otto an Tante Thereſe mit der Nachricht, daß es mit ſeiner Geneſung raſch vorwärts ſchreite, und dieſer Brief traf an demſelben Tage ein, an welchem Heinrich Schenk ſeine Hochzeit mit Bertha Liebmann feierte.

Dieſe Hochzeit wurde, wie man das nicht anders erwarten konnte, in einer ſo großartigen Weiſe gefeiert, daß ſie ſogar in einigen Kreiſen das Tagesgeſpräch bildete.

Auch im Hauſe Schirmer's kam ſie zur Sprache und bei dieſer Gelegenheit erfuhren die beiden Damen, daß der alte Herr keine beſondere Achtung vor dem Bräutigam hegte.

Er iſt ein Schwindler, ſagte er,ein leichtſinniger Spekulant, dem man einiges Talent nicht abſprechen kann, der aber mehr Glück, wiemerſtand hat.

Abeie poebmann hat ihm doch die Hand ſeiner Tochter ge⸗ geben, ier a Tante Thereſe ein,und Liebmann iſt als ein ſehr vorſichth ſin un bekannt.

Fuͤnfm